Sanierungskonzept kaum Chancen im Stiftungsrat

27. Jänner 2009, 18:38
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Betriebsrat beginnt Verhandlungen mit Wrabetz - Nach dem moderatesten Gehaltsabschluss sind weitere Einschnitte umstritten

Am Donnerstag beginnt der Betriebsrat des ORF Sparverhandlungen mit Generaldirektor Alexander Wrabetz, Personalchef Reinhard Scolik und weiteren ORF-Managern. Nach rascher Einigung sieht es nicht aus.

Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser sagt dem STANDARD: Nach dem moderatesten Gehaltsabschluss stehe er weiteren Einschnitten äußerst skeptisch gegenüber. Moser rechnet mit längeren Verhandlungen. Personal in Töchter auszulagern, lehnt er ab.

Hunderte ORFler auszulagern, ist ein Kernstücke von Wrabetz' Sparkonzept, das der Stiftungsrat am 2. April absegnen soll. Chancen dafür: bescheiden. Die VP-Fraktion signalisiert Ablehnung. "Man traut dieser Führung nichts mehr zu", sagt einer daraus. Ohne VP braucht Wrabetz Stimmen der Betriebsräte - siehe oben. Fahrplan dann: neues ORF-Gesetz, neue Führung. Hoch im Kurs wie berichte: die Chefredakteure Karl Amon (TV), Richard Grasl (ORF NÖ) sowie Christian Domany (Flughafen).

Ebenfalls am 2. April sollen die Stiftungsräte über eine neue ORF-Zentrale abstimmen. Wrabetz erklärte "Österreich", dass der schon lange als Favorit gehandelte Standort Wien-St. Marx tatsächlich Favorit sei. Die Stadt Wien will da einen Mediencluster. Filmer sollen vom Rosenhügel dorthin übersiedeln. Styria (Presse, Kleine Zeitung) und ATV erwägen das. (fid/prie/DER STANDARD; Printausgabe, 28.1.2009)

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    Moser (vorne) und Wrabetz haben sich noch auf keine gemeinsame Richtung einigen können.

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