Wirtschaftskrise bremst Zuwachs

27. Jänner 2009, 17:57
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Wien - Die zum Teil schwache Auslastung von Produktionsanlagen bis hin zum kompletten Stillstand wird heuer auch im Stromverbrauch ihren Niederschlag finden. Sollte die Wirtschaft im Laufe des Jahres tatsächlich, wie jüngst prognostiziert, um 1,2 Prozent schrumpfen, könnte auch der Stromverbrauch im selben AUsmaß zurückgehen, sagte der Chef der Energie AG Oberösterreich, Leo Windtner, in einem Pressegespräch am Dienstag.

"Seit der Schließung der Elektrolyse in Ranshofen Anfang der 1990-er Jahre hat es das nicht mehr gegeben", sagte Windtner. Die Energie AG, die bis zu 40 Prozent ihres Geschäfts mit Großkunden im Raum Oberösterreich macht, rechnet im schlimmsten Fall mit einem Rückgang der Absatzmenge um fünf Prozent. "Das wäre einigermaßen heavy", sagte Windtner.

Als Konsequenz aus dem zweiwöchigen Lieferstopp bei Gas plädiert der Energie-AG-Chef für einen Ausbau der Wasserkraft, Forcierung anderer erneuerbarer Energien und Diversifizierung der Lieferwege und Gaskäufe. Zumindest die nächsten 20 Jahre sei Gas zur Stromerzeugung unverzichtbar. Windtner hofft, dass Genehmigungsverfahren bei Kraftwerksprojekten verkürzt werden und dass sich Bund und Länder besser koordinieren. (stro, DER STANDARD, Printausgabe, 28.1.2009)

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