Studie zur sozialen Lage

Künstler sind un­glück­lichere Menschen

27. Jänner 2009, 17:47
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    foto: nelli farnholz

    Nelli Farnholz ist eine prototypische Künstlerin. Die gebürtige Grazerin studierte an der Akademie der bildenden Künste bei Anton Lehmden und Hubert Schmalix. Ihre Malerei finanziert sie durch Gebrauchsgrafik. Die Wirtschaftskrise kostete sie bereits einen Auftrag. Sie hat gute Freunde, die ihr Geld borgen - und viel Pech: Aus ihrer letzten Ausstellung wurden drei Bilder gestohlen.

Es sind triste Umstände, unter denen die Kunstschaffenden arbeiten

Die Kulturministerin kennt die Ergebnisse seit sieben Monaten. In vier Monaten will sie darüber diskutieren.

***

Wien - Bereits im Juni 2008 hatte die L&R Sozialforschung auf Basis von 1850 ausgefüllten Fragebögen ihren Rohbericht Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich fertig- und dem Kulturministerium zugestellt. Trotz der alarmierenden Zahlen, die sich mit dem Einkommensbericht des Rechnungshofs decken (siehe Artikel unten), passierte nichts: Die Studie blieb, wie Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, kritisierte, "unter Verschluss".

Am 22.August präsentierte der Standard, dem die Studie zugespielt worden war, die wichtigsten Ergebnisse. Doch Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) sah weiterhin keinen Handlungsbedarf: Sie kündigte an, erst zum Endbericht Stellung nehmen zu wollen, der für Oktober zu erwarten sei. Am 2. November - die Nationalratswahl war nun geschlagen - forderte Zinggl erneut die Veröffentlichung ein: Schmieds "Vogel-Strauß-Politik" nütze niemandem.

Da die Befragung der Künstlerschaft bereits Ende Februar abgeschlossen war, wurde gerätselt, was sich bei einem gleichbleibenden Sample, eben 1850 verwertbaren Fragebögen, am Befund ändern könnte. Nun, nach Studium des Endberichts, lässt sich sagen: Etliche Passagen wurden zwar etwas umformuliert, die Aussagen sind aber die gleichen geblieben.

Im letzten Kapitel des Endberichts ("abschließende Betrachtungen") fehlt der folgende Satz: "Insgesamt stellt sich die soziale Lage der Kulturschaffenden in Österreich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung als vergleichsweise schwierig dar." Dass er gestrichen wurde, könnte an der vergleichsweise hatscherten Formulierung liegen. Denn der übernächste, sehr zentrale Satz überlebte die Korrekturphase: "Durch die Einnahmen aus der künstlerischen Tätigkeit können nur vergleichsweise wenige Kunstschaffende ihre finanzielle Existenz sicherstellen."

Und auch an der finanziellen Situation änderte sich nichts: Das mittlere Äquivalenzeinkommen (Pro-Kopf-Einkommen) beträgt 1000 Euro pro Monat. Es liegt damit deutlich unter jenem der Gesamtbevölkerung (1488 Euro) und nur knapp über der Armutsgefährdungsgrenze (893 Euro). Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Kunstschaffenden verfügt über ein Einkommen unter dieser Grenze.

Die Armutsgefährdungsquote der Kunstschaffenden ist damit dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (12,6Prozent) und fünfmal so groß wie jene der Erwerbstätigen insgesamt (sieben Prozent). Keine Unterschiede gibt es bei den Einkommensnachteilen für Frauen: Wie in der Gesamtbevölkerung verdienen Künstlerinnen rund 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Aus der enormen Fülle an Fakten, die das Team Susanne Schelepa, Petra Wetzel, Gerhard Wohlfahrt und Anna Mostetschnig zusammengetragen hat, wurden aber viele noch nicht kommuniziert. Hier nun einige weitere:

Lediglich Schriftsteller haben in der Mehrzahl (zu 55 Prozent) keine spezifische Ausbildung. Generell aber weisen Kunstschaffende ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau auf: 89 Prozent der Musiker wie der Schauspieler und 80,5 Prozent der bildenden Künstler wurden spezifisch ausgebildet.

Hohe Akademikerquote

Rund 74 Prozent aller Befragten besuchten eine Universität, Akademie oder ein Konservatorium. Und von diesen haben etwa 80 Prozent ihre Ausbildung auch abgeschlossen. Die Akademikerquote beträgt in der Künstlerschaft daher hochgerechnet 43 Prozent - und ist ungleich höher als jene der Gesamtbevölkerung (acht Prozent). Das "hohe Qualifikationsniveau führt aber nicht automatisch", wie die Studienautoren notieren, in eine finanziell gesicherte Berufslaufbahn - ganz im Gegenteil.

Künstler zu sein muss man sich leisten können. Sprich: Man braucht ein Elternhaus, das diesen unkonventionellen Lebensweg ermöglicht. Die Hälfte der Väter übt höher- oder hochqualifizierte Tätigkeiten aus, nur 6,8 Prozent hingegen Hilfs- und angelernte Tätigkeiten. Im Bereich des kostenintensiven Films kommen signifikant weniger Künstler (19,2Prozent) aus bescheidenen Familienverhältnissen als im Bereich Literatur (40,6Prozent). Umgekehrt stammen 11,5 Prozent der Filmemacher und nur 2,9 Prozent der Literaten aus wohlhabenden Verhältnissen.

Der Anteil der Künstler aus bescheidenen Verhältnissen sinkt in den jüngeren Altersgruppen deutlich ab. Dieser Umstand spiegelt die größer werdende Mittelschicht wider; "gleichzeitig kann er auf einen schwieriger werdenden Zugang zum Kunstberuf für junge Menschen aus bescheidenen Verhältnissen hindeuten" - und davon sind vor allem Frauen betroffen.

Hohe psychische Belastung

Aufgrund des relativ geringen Einkommens und der immer wieder auftretenden Diskontinuitäten bekommen Künstlerinnen seltener Kinder als Frauen generell. Zudem sind finanzielle Schwierigkeiten kaum zu vermeiden. Mehr als 85 Prozent der Kunstschaffenden kennen dieses Problem. Die Folge: Zwei Drittel müssen zur Strategie "Einschränkungen im täglichen Leben" greifen, knapp die Hälfte überzieht das Konto, und jede vierte Frau benötigt die "Unterstützung durch Eltern, Bekannte, Freunde".

Die (schlechte) soziale Absicherung und das (geringe) Einkommen stellen für 56,7 beziehungsweise 52,5 der Kunstschaffenden eine hohe psychische Belastung dar. Im Bereich "soziale Absicherung" wiegt am stärksten die Sicherstellung einer solchen im Alter, gefolgt von der sozialen Absicherung bei Krankheit und Unfall sowie der Komplexität und Unübersichtlichkeit der sozialversicherungsrechtlichen Situation (viele leiden unter den Hürden des Künstlersozialversicherungsfonds, ein Drittel musste die Zuschüsse im Nachhinein zurückzahlen). Bildende Künstler sind weit häufiger als Literaten einem hohen Belastungsniveau ausgesetzt (30 versus 15,8Prozent), Frauen deutlich häufiger als Männer (31,4 versus 20,3 Prozent).

Geringes Wohlbefinden

Die insgesamt hohe Belastung wirkt sich natürlich auf die Zufriedenheit des Einzelnen aus: Nur jeder zehnte Kunstschaffende gab bei der Befragung ein hohes subjektives Wohlbefinden an; in der Gesamtbevölkerung weist hingegen ein Viertel ein solches auf. Beziehungsweise umgekehrt: Jeder zweite Kunstschaffende erachtet sein Wohlbefinden als gering - in der Gesamtbevölkerung aber nur jeder Vierte. Künstler sind also unglücklichere Menschen.

In der Studie machen sie jede Menge Vorschläge, wie ihnen geholfen werden könnte. Sowohl bezüglich der sozialversicherungsrechtlichen Situation (Arbeitslosenversicherung, Grundeinkommen, Abschaffung der Einkommensgrenzen, um die Künstlersozialversicherung in Anspruch nehmen zu können und so weiter) als auch im Förderbereich: Als vorrangige Anliegen werden die Erhöhung der Fördermittel, die bessere Information über die Förderprogramme, eine höhere Transparenz bei der Vergabe, das Abstellen von Freunderlwirtschaft und die Entbürokratisierung genannt.

Ministerin Schmied hätte also bereits im Juni 2008 erste Maßnahmen setzen können. Am 19. November, als sie den mit Oktober datierten Endbericht endlich ins Netz stellte, gab sie aber nur ein paar Versprechungen ab: Die Studie werde "Ausgangspunkt für Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen" sein, sie werde "intensiv mit den Experten im Kulturausschuss" diskutiert werden, am 26. und 27. Mai soll es eine Konferenz "zu diesem Thema" geben.

Sie hob zwar das Budget für den Künstlersozialversicherungsfonds um eine Million Euro an, gleichzeitig schob sie die Verantwortung ab. Denn die Studie zeige vor allem gesellschaftspolitischen Handlungsbedarf auf. Entwicklungen wie Prekariat, Teilzeitjobs und neue Selbstständigkeit dürfe man nicht isoliert aus dem Blickpunkt der Kunst betrachten: "Wir müssen eine gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber führen", wie den Bürgern Elementarabsicherungen gegenüber Risiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter gegeben werde können. "Die Bundesregierung muss daher eine interministerielle Arbeitsgruppe einrichten." (Thomas Trenkler, DER STANDARD/Printausgabe, 28.01.2009)

 

Hinweis:
Im Kulturhaus Bruck/Mur findet heute, Mittwoch, von 14-18 Uhr das Symposion "Mensch. Macht. Markt. Gesellschaft im Fahrwasser unsozialer Märkte" u. a. mit Sophie Karmasin und Franz Küberl unter der Leitung von STANDARD-Kulturchefin Andrea Schurian statt. Info: (03862) 89 10-610

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 468
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robi61
00
26.4.2009, 23:40
Zu wenig zum Leben...

Förderungen in Österreich, wenn sie überhaupt gewährt werden, sind nicht ergiebig. Wer die Zeit für den bürokratischen Aufwand für einen Nebenjob nützt, hat am Ende mehr Geld in der Tasche. Außerdem werden nur einige wenige (immer dieselben?) KünstlerInnen gefördert, die anderen gehen leer aus. Dami erkauft sich die Politik das Schweigen lästiger Kunstschaffender. Vorschlag: Keine Förderungen mehr, dafür anständige Rahmenbedingungen, z. B. kostenlose Ateliers und Ausstellungsräume!

Dr. 2Much
43
30.1.2009, 01:30
Trotzdem dank an die Künstler,

die mit ihren Werken einen enormen Beitrag dazu geleistet haben, daß es von "I have dream" bis zu "Yes, we can" gekommen ist.
Dank an das Kunstpublikum, das weltweit (und ab und zu sogar in Österreich vermutlich) einen großen und zig kleine Wege mit seinem Applaus mitgetragen hat.
Und dank an die Kunsthasser, die mit ihrer Arroganz des Mittelmaßes eine enorme Triebfeder gewesen sein müssen.
Ein Kunstliebhaber - in tiefem Respekt vor dem bereits Geleistetem und in froher Erwartung auf das noch zu Bestaunende.
Für mich, der ich Projekte nicht nur nach Erfolgen und Resultaten sondern auch und nicht zuletzt nach Entwicklungen beurteile, ist diese Diskussion verödet: es findet keine Entwicklung statt. Zuviel Spinat mag ich nicht.

pappmaché
04
29.1.2009, 18:08
gibt es in der studie eine statistik zum alter?

ich fände es wichtig, neben den gravierenden unterschieden zwischen frauen und männern, auch angaben zur förderungs- und einkommenssituation auf altersgruppen bezogen zu erfahren.
zwischen 25 und 35 gilt man als förderungswerter emerging artist, was ist danach? wieviel geld bekommen/verdienen 45, 55 jährige künstlerInnen, und das ganze unterschieden nach durchschnitt und einzelfällen?

al vvi
12
28.1.2009, 19:05
Stolz

Ja aber maechtig Stolz sein wenn dann steht
OESTERREICH gewinnt Oskar, etc.

michaela schwentner
31
28.1.2009, 18:03
zum glück ...

sind die künstlerinnen da gar nicht gemeint. dann ist es ja nur halb so schlimm. oder sind sie nicht miterfasst? unglück sowieso, weil wieder einmal nicht mal mitgedacht... so schade!

puzzled
00
29.1.2009, 16:09
Haben Sie sich möglicherweise

das hier installiert?

https://addons.mozilla.org/de/firefo... addon/6822


Ich kann das nicht beurteilen, hab's nämlich installiert :)

Cle Mens
00
29.1.2009, 11:07
Also

es ist schon anzunehmen, dass Künstlerinnen und Künstler gemeint sind, auch die Studie erfasste ja beide Geschlechter der Berufsgruppe.

Harry Y.
 
00
29.1.2009, 03:47
Darf ich fragen, wovon Sie zu reden meinen?

m-
53
28.1.2009, 17:06

ich bin, als einst klaeglich gescheiterter Musiker, dafuer, dass Kunst gefoerdert und somit erhalten wird. Aber wenn ich mir die Ansichten der hier vertretenen Kuenstler durchlese, dann wird's mir ganz anders. Dazu kann ich nur sagen, suchts Euch bitte einen Job bei dem's was verdients (zumindest halbtags), und hoerts auf, Schmarrn wie "das Recht auf Existenz..." zu verzapfen. Man kann sich auch Abends, nach der Arbeit, noch der Kunst widmen.

Dr. 2Much
12
30.1.2009, 01:06

Immer cool, wenn einer, der gescheitert ist, den anderen erklärt, wie der Hase läuft ... (Und Kunst soll zwar gefördert werden, aber die Künstler eher nicht, richtig?)

Harry Y.
 
34
29.1.2009, 03:50
Der Unterschied zwischen einem Hobby

und der Kunst ist Folgendes:
einem Hobby kann man sich innerhalb von einer Viertelstunde widmen.
Die Kunst verlangt ihre Zeit.

Sie verstehen gar nichts davon.

Harry Y.
 
00
30.1.2009, 22:23
If talent is of interest, let me do my work. Wage war on talent, and you're a stupid jerk - you've gotta give me....cos I can't give my best, unless I got

ROOM TO MOVE.

I'm no good at nothing, except what I can do.
If you want me darlings, here's a little clue:
you've gotta give me - 'cause I can't give my best,
unless I got - Room to Move.

If you want me darlings, take me how you can:
I'll be extemporating, 'cause that's the way I am...
you've gotta give me -.......

(John Mayall.Room to Move. plus nachempfunden.)

Alex Braun1
30
29.1.2009, 23:42

"einem Hobby kann man sich innerhalb von einer Viertelstunde widmen.
Die Kunst verlangt ihre Zeit."

So ein Schwachsinn... >.<

Tina Tsornigg
02

Sie haben keine Ahnung. Aber eine grosse Klappe.

Dr. 2Much
11
30.1.2009, 01:14
Tja, wenn Sie das sagen,

glaube ich es sofort. Mit Schwachsinn kennen Sie sich ordentlich aus, das haben Sie wohl bewiesen.

Cle Mens
02
30.1.2009, 01:12

Weil Sie das wissen ...

rnix
42
29.1.2009, 14:31
leute wie sie

beanspruchen die wahrheit für sich und sprechen allen anderen die ahnung ab.

das ist mehr als peinlich, zeut nicht gerade von der vorgegebenen intelligenz und ist leicht zu durchschaun.

Dr. 2Much
12
30.1.2009, 01:13
Selbsterkenntnis ist der erste Weg

zur Besserung. Wäre Ihr Posting ein Spiegel lägen Sie goldrichtig. Seit Tagen tun Sie nichts als Künstler als Feindobjekte hinzustellen. Sie und noch zwei, drei, und deshalb hat sich die Intelligenz, die Sie anderen so keck absprechen, schön längst verabschiedet, und wissen Sie warum? Selbstbeherrschung ist auch eine hohe Kunst, zu der Sie vielen Leuten verholfen haben. Dankesehr.

rnix
10
30.1.2009, 11:22
haben sie meine postings gelesen

oder leben sie nur ihren beißreflex aus?

seit tagen tue ich nichts anderes als künstler als feindobjekte hinzustellen?

mit dem begriff "selektive wahrnehmung" sind sie aber schon vertraut?

pappmaché
12
28.1.2009, 19:14
abends sich der kunst widmen?

kann man schon, aber erstens nicht auf dauer. aufregen über existenzrecht etc.: d'accord. aber einen halbtagsjob zb auszuüben ist schwierig, wenn man projekte verfolgt, die sich eventuell über den wiener horizont hinausbewegen. wenn's mehr projekte werden als 1, 2 pro jahr, gibt's keinen urlaub mehr, den man dafür verwenden kann.

kollege gulasch
00
28.1.2009, 19:37

1) was ist der 'wiener horizont'?
2) mehr als 2 längerfristige 'projekte' pro jahr 'gratis' wären zb?

pappmaché
11
28.1.2009, 19:43

mit wiener horizont war gemeint: sich nicht aus der stadt bewegen, in der man den job ausübt.
ein projekt, das schwer mit einem job vereinbar ist: zb eine einladung in einen offspace in deutschland. man möchte eine ortsspezifische arbeit machen und muss einige zeit vorher dort verbringen.

rnix
21
29.1.2009, 14:39
wo ist das problem?

wenn sie die einladung annehmen, ohne dass entsprechende finanzielle aspekte abgeklärt sind -> selber schuld.

wenns um einen karrieresprung geht, und finanzielle belange über das projekt nicht gedeckt sind, gibt es aller wahrscheinlichkeit nach auch in deutschland (weil sie es eben als beispiel nannten) einen nebenjob den man ausführen kann.

was in diesem forum bezeichnend ist -> viele teilnehmer schwafeln von horizont, autonomie, kunst in seinem tieferen sinn, titulieren allen anders denkenden die ahnungslosigkeit, und bedienen sich dabei der argumentation des typischen, kleinkariert denkenden österreichers. schade eigentlich

was solls

Tina Tsornigg
01

Wenn Leute wie Sie tatsächlich das Sagen hätten, würden wir heute noch auf Bäumen hocken und uns bitterlich kreischend vor brennender Luft und gespaltenen Steinen fürchten.

pappmaché
13
29.1.2009, 15:01

es ist geradezu unmöglich, zb in berlin einen nebenjob für drei vier wochen zu finden. die, für die ich qualifiziert bin, sind schon längst an die ganzen in berlin lebenden künstlerInnen vergeben. aber das argument war ohnehin anders formuliert - nämlich gegen den halbtagsjob in wien.
weiters: im bereich der wissenschaft werden reisekosten zu konferenzen im ausland gerne gefördert, warum sollten also solche im bereich der kunst nicht gezahlt werden? unterschied: ausstellungen von internationalem rang zahlen reise und übernachtung sowieso, konferenzen nie meines wissens. d.h. gerade für sehr junge künstlerInnen sind solche förderungen äußerst hilfreich.


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