Weiterbildung in Österreich

28. Jänner 2009, 15:02
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Studie: Ein Drittel der Unternehmen inaktiv - Arbeitnehmer mit geringer Schulbildung erhalten deutlich weniger Weiterbildungsangebote von ihren Arbeitgebern

Dreißig Prozent der österreichischen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern keine Möglichkeit zur Weiterbildung. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK für dpw H.R. Software GmbH unter 455 Arbeitnehmern. Und immerhin jeder dritte Arbeitnehmer (32 Prozent) nimmt das Weiterbildungsangebot seines Arbeitgebers nicht in Anspruch.

Kleinere Unternehmen bieten weniger Weiterbildung an

Vor allem Kleinunternehmen (bis 20 Mitarbeiter) halten sich bei Weiterbildungsaktivitäten zurück: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Kleinunternehmen in Österreich sind in Weiterbildungsfragen inaktiv. Bei Mittelständischen Unternehmen (bis 499 Mitarbeiter) bieten immerhin 72 Prozent Weiterbildung an, am aktivsten gehen Großunternehmen (ab 500 Mitarbeiter) in der Weiterbildungspolitik vor - 84 Prozent bieten Maßnahmen an.

Pflichtschulabsolventen erhalten weniger Weiterbildung

Die Umfrage zeigt: Je höher der Ausbildungsgrad, desto mehr Weiterbildungsmaßnahmen werden von Unternehmensseite angeboten: So erhalten 89 Prozent der Befragten mit FH bzw. Hochschulabschluss mindestens einmal im Jahr das Angebot zur Weiterbildung. Bei Arbeitnehmern mit Berufsschul-, BHS- oder AHS-Abschluss sind es noch 69 Prozent, aber nur mehr 59 Prozent der Befragten mit Pflichtschulabschluss.

Je höher der Ausbildungsstand, umso höher die Weiterbildung

Ein ebenso deutliches Bild ergab sich hinsichtlich der Beteiligung an betrieblichen Kursen und Seminaren: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) aller Befragten mit Pflichtschulabschluss lehnte das Weiterbildungsangebot ihres Arbeitgebers ab, 32 Prozent waren es bei den Personen mit Berufsschul-, BHS- oder AHS-Abschluss. Nur 13 Prozent der Befragten mit Hochschulabschluss beteiligten sich nicht an den Weiterbildungsangeboten.

Investitionsbereitschaft bei Weiterbildung vorhanden

Für regelmäßige Weiterbildung, um auch die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, sind rund 30 Prozent der Befragten bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Für 43 Prozent hängt die Investitionsbereitschaft von der Höhe der Kosten ab, jeder Fünfte (20 Prozent) Arbeitnehmer möchte sich nicht an den Kosten beteiligen, für drei Prozent ist eine Beteiligung bereits Realität.

Drei Viertel der Befragten schätzen, dass ihre Firma 2009 gleich viel oder mehr für Weiterbildung ausgeben wird. Fast ein Viertel (22 Prozent) nimmt an, dass ihr Unternehmen die Weiterbildungausgaben 2009 zurückschrauben wird. (red, derStandard.at)

 

 

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    Je höher die Ausbildung, desto mehr Weiterbildung

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