Puls 4 feiert Geburtstag - und wird nicht abgedreht

27. Jänner 2009, 13:24
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Breitenecker will an Topmodel "noch länger dran bleiben" - "Keine Rede von Senderschließung, eher das Gegenteil"

Österreichs jüngster Fernsehsender, Puls 4, wird ein Jahr alt. Am 28. Jänner 2008 ging der Sender, der zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, erstmals österreichweit on Air. Ein Jahr nach dem Start ist Puls 4- Geschäftsführer Markus Breitenecker mit der Entwicklung "sehr zufrieden", wie er der APA sagte. Laut Teletest-Messung erreichte Puls 4 im Jahr 2008 auf allen Ebenen bei den Zusehern ab zwölf Jahren einen Marktanteil von 1,2 Prozent.

Im Dezember kam der Sender sogar auf 1,5 Prozent und dank dem bisherigen Quoten-Spitzenreiter "Austria's next Topmodel" liegt der Marktanteil im Jänner nach Senderangaben bei über zwei Prozent. Am Thema Topmodel will Puls 4 daher "sicher noch länger dran bleiben", sagte Breitenecker. Für internationales Aufsehen sorgte der Privatsender, als er Natascha Kampusch als Moderatorin gewinnen konnte. Trotz des berühmten Namens blieben die Marktanteile aber überschaubar. Von ursprünglich sechs geplanten Folgen wurden bisher drei ausgestrahlt. Derzeit wird das Sendungskonzept "weiterentwickelt", in seiner bisherigen Form wird es das Format laut Breitenecker nicht mehr geben.

"Amadeus"

Eine zweite Auflage könnte es dieses Jahr für die Übertragung des "Amadeus" auf Puls 4 geben - "das ist aber noch nicht fix", so der Geschäftsführer. Grundsätzlich will Puls 4 auch im zweiten Jahr "weiterhin auf unsere Stärken" setzen. Das heißt: "die Eigenproduktionen stetig verbessern, das 'AustriaNews-Network' mit 14 Newssendungen pro Tag auf all unseren Sendern stärken, weiterhin gute Filme und Serien im Hauptabend spielen und an den Erfolg von "Austria's next Topmodel" anknüpfen", so Breitenecker.

Kursierende Spekulationen, der deutsche Mutterkonzern könnte Puls 4 im Sommer einstellen, dementierte der Senderchef. Puls 4 liege über den Erwartungen und Prognosen, außerdem zähle Österreich "zu den stärksten Ländern innerhalb der ProSiebenSat.1 Media AG". "Es ist also keine Rede von einer Senderschließung, eher das Gegenteil", so Breitenecker. Die wirtschaftliche Situation könne derzeit "jedem einzelnen Sender einen Dämpfer verpassen, wobei wir als Gruppe stark aufgestellt sind".

Optimistisch gibt sich der Puls 4-Chef hinsichtlich der seit langem versprochenen Medienförderung für Privatsender und rechnet damit, dass diese bald kommen wird. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage hätten "alle Privaten eine stärkere Unterstützung nötig, als das ursprünglich angenommen wurde. Wir sind daher für eine einmalige Verdopplung der Medienförderung von 20 auf 40 Millionen Euro". (APA)

  • Markus Breitenecker.
    foto: puls 4/gerry franck

    Markus Breitenecker.

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