Künstliche Befruchtung

Test verdoppelt Chancen auf Schwangerschaft

27. Jänner 2009, 13:12

Screening von Eizellen deckt Anomalien auf - Künstliche Befruchtung verspricht mehr Erfolge

Nottingham - Die CARE Fertility Clinic  hat die weltweit erste Schwangerschaft mit einem neuen Verfahren für das Screening von Eizellen angekündigt. Die Wissenschaftler testeten die Eizellen auf jene Anomalien, die dazu führen können, dass eine künstliche Befruchtung fehlschlägt. Sie haben nun eine Möglichkeit gefunden, ein "übriges" Paar Chromosome in der Eizelle auszumachen, und es sehr schnell zu analysieren. Die Forscher gehen davon aus, dass dieses Verfahren das Potenzial hat, die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft deutlich zu erhöhen.

Erfolglose künstliche Befruchtung bei Eizellenanomalien

Der Hauptgrund dafür, dass zwei von drei Frauen bei einem Versuch künstlicher Befruchtung nicht erfolgreich sind, könnte in Anomalien der Eizellen liegen. Das neue Verfahren, die so genannte CGH (Comparative Genomic Hybridization), benutzt einen Laser für die Entfernung des Polkörpers. Die Chromosomen innerhalb des Polkörpers sollten ein Spiegelbild der in der Eizelle verbliebenen sein. Damit sollen auch Anomalien erkennbar werden, die unter dem Mikroskop nicht sichtbar sind.

Testergebnis binnen 24 Stunden

Ein entscheidender Fortschritt des neuen Verfahrens ist, dass anders als beim ersten Versuch vor zwei Jahren die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Die künstliche Befruchtung kann also einfach fortgesetzt werden. Zusätzlich sollen damit auch die moralischen und religiösen Bedenken von manchen Paaren bei der Schaffung und dem Testen von Embryonen entfallen, die zerstört werden könnten.

Schwanger nach 13 frustranen Versuchen

Die erste erfolgreich behandelte Frau möchte anonym bleiben. Laut Klinik ist sie 41 und hatte zuvor bereits 13 Mal erfolglos versucht, durch eine künstliche Befruchtung schwanger zu werden. Derzeit ist sie im 6. Monat schwanger. CARE-Direktor Simon Fishel ist laut BBC davon überzeugt, dass vielen Frauen mit dem neuen Ansatz geholfen werden kann. "Wir wissen, dass zumindest die Hälfte aller Eizellen und Embryos aufgrund von Anomalien der Chromosomen nicht in Frage kommen. Wenn wir jene mit normalen Chromosomen auswählen können, sollten sich die Chancen auf eine Schwangerschaft eigentlich verdoppeln." (pte)

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8 Postings
trace route
30.03.2009 12:03
Bei diesem "Bericht" handelt es sich um eine Werbe-Einschaltung der Fa. CARE Fertility. Wir danken für der Red das kostenlose Schalten dieses Inserats. Als Ärztin kann ich mir dieses Kommentar nicht vergleichen. Es gibt immer wieder Verbesserungen...

von Methoden, und eine Gefahr für Medien, solchen Presse-Aussendungen zum Opfer zu fallen, die 1% Information und 99% Werbung darstellen.

Als Ärztin möchte ich klarstellen: Die oben beschriebene Methode ist in Ö verboten, wie jede Methode der Präimplantationsdiagnostig. Die Methode ist auch gar nicht notwendig, weil man ganz einfach 10 Eizellen befruchten kann. Dann wartet man ab, welche Embryonen sich gut entwickeln bis zum Stadium der Blastocyste (ca 1 Woche). Das sind dann die "gesunden", von denen man eine (oder zwei) implantiert. Kein CARE nötig...

Im übrigen erscheint es wichtiger, Spermien zu untersuchen, um "die besten" auszuwählen. Denn Eizellen verwendet man eh alle. Aber welche Spermien? Ist mit Spezialmikroskopen möglich.

Reisebegleiterin
31.01.2009 23:26

und nach 13 versuchen hatte sie noch genügend eier??

nabumsdi

Jürgen Rembremerding 
28.01.2009 00:19
Geschlechtsverkehr erhöht die Chancen auf Schwangerschaft

auch massiv!

trace route
30.03.2009 12:32
Leider nein.

In vitro Fertilisation wird bei Paaren angewendet, bei denen andernfalls die Chancen auf eine Schwangerschaft Null sind oder zumindest vernachlässigbar gering. Diese Null-Chance wird auch durch ungeschützten GV nicht erhöht. Ursachen bei der Frau sind zB typischerweise Eileiter die (zB wegen einer früheren Entzündung) das Ei nicht weiterleiten. Ursachen beim Mann die immer schlechter werdende Spermien-Qualität. Nur in solchen Fällen wird IVF angewendet. Wer auf natürlichem Wege schwanger werden kann, braucht ohnehin keine IVF.

Der Große von Gegenüber 
28.01.2009 13:20

vorrangig ungeschützter GV ...

curricula
30.01.2009 17:35

und vorrangig v*g*naler Geschlechtsverkehr :D

Antimonetarier 
27.01.2009 16:57
ich hab mich grad gefragt

warum viele frauen eigentlich nur während einer schwangerschaft zum rauchen aufhören.
ist denen nicht bewusst das jede zigarette das risiko erhöht unfruchtbar zu werden?

Schurke!
27.01.2009 20:40
diese frage lässt sich allerdings auch auf männer erweitern

rauchen schädigt so ziemlich alles - ausser das staatsbudget ;-)

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