Muss Microsoft Windows mit Firefox ausliefern?

27. Jänner 2009, 12:55
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EU-Kommission denkt offenbar darüber nach alternative Browser zu erzwingen - Vorwurf der missbräuchlichen Marktbeherrschung

Seit kurzem ist bekannt, dass die EU-Kommission neue Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet hat. Im Zentrum der Auseinandersetzungen steht dabei einmal mehr der Internet Explorer, die Kommission geht offenbar davon aus, dass der Softwarekonzern durch die tiefe Verankerung des eigenen Browsers mit dem Betriebssystem Windows seine Marktmacht missbräuchlich ausnutzt.

Aktionen

Dabei überlegt man offenbar auch bereits recht konkrete Aktionen, wie nun ein im Rahmen der vierteljährlichen Berichte von Microsoft an die Börsenaufsicht aufgetauchtes Dokument belegt. In diesem werden die aktuell in der EU-Kommission diskutierten Strafmaßnahmen dargelegt, darunter eine Variante, die einen massiven Einschnitt in die Auslieferungspolitik des Softwarekonzerns darstellen würde.

Alternativ

Demnach könnte es dazu kommen, dass Microsoft - oder die PC-Hersteller - zur Auslieferung alternativer Browser wie Firefox, Safari oder Google Chrome gezwungen werden könnte. Für einen solchen Schritt gäbe es mehrere Optionen, etwa dass gleich mehrere Browser von Haus aus installiert werden, oder die BenutzerInnen beim Kauf wählen können.

Strafe

Sollte Microsoft solchen Auflagen nicht nachkommen, droht dem Konzern einmal mehr eine "signifikante" Geldstrafe. Der Konzern hat nun noch rund zwei Monate um auf die Vorwürfe zu reagieren, bevor die EU-Kommission ein Urteil fällt. (red)

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