Gedenken an homosexuelle NS-Opfer

27. Jänner 2009, 12:32
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Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: Bundesvorsitzender der SoHo fordert Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Wien - Homosexuelle erwartete im Nationalsozialismus die Verschleppung in Konzentrationslager, wo sie - gekennzeichnet mit dem rosa Winkel - eine unmenschliche Behandlung und bestialische Folter erfuhren und schlussendlich oftmals ermordet wurden. "Gerade am Gedenktag an die Opfer des Holocaust (Anm.: 27. Jänner) gilt es daher niemals zu vergessen und mehr denn je zu erinnern und auch aufzuklären", so Bezirksrat Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) in einer Aussendung.

"Es ist ein schwieriges, für manche möglicherweise gerade deshalb auch ein unbequemes Thema, das mit Gewalt, Gräueltaten und Tod verbunden ist. Gerade aus diesem Grunde ist es wichtig, dass der Holocaust in Erinnerung bleibt", so Traschkowitsch. Er plädierte ebenso dafür, jegliche Möglichkeit zur Sensiblisierung zu nützen.

Denkmal

"Daher wünsche ich mir für den heutigen Tag besonders, dass in Kürze ein - vor allem machbarer - Vorschlag des Künstlers Hans Kuppelwieser für das bereits seit längerer Zeit versprochene Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Wien realisiert wird", so Peter Traschkowitsch abschließend. (red) 

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