"Mobbing gegen Unirektorin?" im Club 2

27. Jänner 2009, 11:15
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Wien - Ingela Bruner war die erste Rektorin einer österreichischen Universität überhaupt. Die Bestellung durch den Universitätsrat der BOKU wurde als Trendwende gefeiert. In der vergangenen Woche wurde das Arbeitsverhältnis beendet. Was führte wirklich zur Auflösung von Ingela Bruners Vertrag? Gibt es Mobbing aufgrund des Geschlechts?

Darüber diskutieren in einem "CLUB 2" am Mittwoch, dem 28. Jänner 2009, um 23.00 Uhr bei Corinna Milborn u. a. Ingela Bruner, Ada Pellert, ehemalige Vizerektorin der Donauuniversität Krems, und Guido Strunk, Psychologe, WU Wien (Studie "Frauen müssen Männer sein, um Karriere zu machen").

Bereits nach etwas mehr als einem Jahr im Amt legte man Ingela Bruner nahe, die Leitung der Universität wieder niederzulegen. "Schwere Mängel in der Amtsführung" heißt es in Stellungnahmen des Senats. Ingela Bruner sieht "unterschiedliche Auffassungen, was Leadership bedeuten soll" und fühlt sich gemobbt. Ihre Krebserkrankung sei ein billiger Vorwand: "Eine andere Lösung wäre möglich gewesen", meint sie.

Haben Männer es einfacher als Frauen, die Karriereleiter hochzuklettern? Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache: Eine "Gläserne Decke" gibt es nicht nur in Bezug auf das Einkommen, sondern vor allem, wenn es um den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen geht. Im internationalen Vergleich steht Österreich schlecht da. Vor allem die Universitäten, so meinen Kritiker, seien nach wie vor fest in der Hand der Männer. Werden Männer nach wie vor Frauen mit gleicher oder höherer Qualifikation vorgezogen? Welche Rolle spielen dabei Männerbünde und Seilschaften? Können Quoten helfen, etwas zu ändern? (red)

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