Darabos: Schuldfrage in Untersuchung klären

27. Jänner 2009, 11:00
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Minister kündigt Konsequenzen an, wenn Ergebnisse vorliegen - Tödliche Karambolage könnte durch Übung mit Nebelgranaten ausgelöst worden sein

Nach dem schweren Unfall auf der Donauuferautobahn (A22), der möglicherweise durch eine Nebelgranate des Bundesheeres ausgelöst worden ist, verlangte Verteidigungsminister Norbert Darabos am Dienstag eine Untersuchung. "Wir wollen klar untersucht wissen, wer an dem Vorfall Schuld trägt, dann wird es Konsequenzen geben," sagte er vor dem Ministerrat. Man müsse die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten. Wann diese vorliegen, könne noch nicht gesagt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt könne jedenfalls niemand suspendiert werden, außerdem gelte die Unschuldsvermutung, betonte Darabos. Die beteiligten Soldaten sollen wahrheitsgemäß aussagen, was sie gesehen haben, appellierte Darabos. Ob etwa Fahrlässigkeit vorliegt, müsse dann ein Gericht entscheiden.

Rekruten hatten nach der Karambolage anonym Vorwürfe erhoben, wonach ihnen von ihrem Vorgesetzten verboten worden war, den Unfallopfern Erste Hilfe zu leisten. Außerdem steht der Vorwurf im Raum, dass der Unfall durch eine Nebelgranate, die bei einer Übung gezündet wurde, verursacht wurde. Die Karambolage am Donnerstagabend hatte ein Todesopfer und sieben Verletzte gefordert. Sieben Pkw waren in den Unfall verwickelt, drei standen in Flammen, in einem Fahrzeug wurde eine Frau eingeklemmt und verbrannte.

Darabos bezeichnete den Vorfall als "leider sehr tragisches Ereignis". Den jungen Soldaten, denen angeblich untersagt worden ist zu helfen, würden deswegen keine Konsequenzen drohen, sagte er. (APA)

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