Auch Grazer FP-Politiker soll bestellt haben

27. Jänner 2009, 11:23
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T-Shirts mit der Aufschrift "88" und "Nationalist - Ehre-Freiheit-Vaterland" - FP-Politiker dementiert: "Bin ganz baff"

Der Grazer Gemeinderat und FP-Klubchef Armin Sippel soll im Jahr 2004 beim rechtsextremen "Aufruhr"-Versand bestellt haben. Das berichtet die Wochenzeitung "Falter" in ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. Sippel soll sowohl ein Shirt mit der Aufschrift "Nationalist - Ehre-Freiheit-Vaterland" als auch ein "Polo Hemd, Germania - 88 wear (mit Kragenaufdruck)" bestellt haben. "88" ist ein in der rechtsextremen Szene gängiger Code für "Heil Hitler", 8 steht für den 8. Buchstaben im Alphabet. Laut Bestellschein sollte er die Ware gegen Nachnahme erhalten.

"Name = Sippel, Vorname = Armin", steht laut "Falter" auf der Bestellbestätigung vom Dienstag, dem 12. Oktober 2004. Darunter Sippels Adresse und eine Mobilnummer. Wählt man diese, meldet sich heute noch am anderen Ende der Leitung Armin Sippel, heißt es im Artikel.

"Vorwürfe ungeheuerlich"

Im Gespräch mit derStandard.at dementiert Sippel, jemals etwas im Internet, geschweige denn beim Aufruhr-Versand bestellt zu haben: "Ich bin ganz baff und schockiert. Die Vorwürfe sind ungeheuerlich." Er werde seinen Anwalt einschalten und überlegen, rechtliche Schritte einzuleiten. 

Sippel geht davon aus, dass die Bestelllisten gefälscht sind. Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich jemand unter seinem Namen die genannten Dinge bestellt habe, so Sippel. Schließlich sei er schon damals Funktionär des RFJ gewesen und seine Handynummer und damalige Adresse, die auf den Bestelllisten aufscheint, bekannt gewesen. (red, derStandard.at, 27.1.2009)

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