Kleines Ding, ganz groß für unterwegs

26. Jänner 2009, 18:31
posten

Technisch versiertere Benutzer können auf USB-Sticks gleich ihren ganzen PC mitführen, nur ohne die Hardware drumherum

Für manche Unternehmen, vor allem wenn sie sensible Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen haben, sind die inzwischen omnipräsenten USB-Sticks ein zweifelhafter Segen: Groß ist bei vielen IT-Administratoren die Sorge, dass über die Schnittstelle zur Außenwelt Viren und andere Schädlinge in ihr System eindringen können; oder dass unbotmäßige Mitarbeiter Daten entwenden könnten.

Den meisten Benutzern bieten hingegen USB-Sticks mit wachsendem Speichervolumen bei sinkenen Preisen immer mehr Möglichkeiten. Für den einfachen Datentransport, um bei einer Sitzung schnell zwischen Teilnehmern Dateien auszutauschen, haben USB-Sticks Ersatz für die Floppy Disk von einst gebracht.

Inzwischen werden USB-Speicher mit Kapazitäten von 32 und 64 Gigabyte angeboten, die derzeit rund 50 bzw. 100 Euro kosten. Die naheliegende Verwendung solch großer externer Datenspeicher ist unterwegs die Sicherung der eigenen Dateien auf den USB-Stick oder die eigenen Daten mitzuführen und den Rechner daheimzulassen. Für die lange Bahnfahrt oder Abende im Hotel gibt dies die Möglichkeit Filme, Videos oder eine umfangreichere Musiksammlung mitzunehmen - oder die meist sehr kleine Speicherkapazität der praktischen Netbooks mit externer Kapazität aufzustocken.

Technisch versiertere Benutzer können auf USB-Sticks gleich ihren ganzen PC mitführen, nur ohne die Hardware drumherum: Windows XP, Programme und Daten werden auf dem externen Speicher installiert und von dort aus gestartet. Nach Angaben von Microsoft ist dies offiziell nicht möglich, im Netz finden sich jedoch zahlreiche Anleitungen bzw. Hilfsprogramme, wie das etwas mühsame Kunststück funktioniert (u.a. bei www.winusb.de oder auf Englisch unter www.ngine.de/article/id/8). (Helmut Spudich/DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2009)

Zum Thema
Der Schrecken der IT-Admins
Er ist klein, passt in jede Hosentasche und ist der Schrecken aller IT-Administratoren: der USB-Stick - Mit seiner Hilfe lassen sich Firmennetze verseuchen oder Daten klauen - Risikobegrenzung ist angesagt

Share if you care.