Von der Green Card bis zur Blue Card

26. Jänner 2009, 17:44
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Was die verschiedenen Einwanderer-Karten den Migranten bringen sollen

Wien/Brüssel - Wofür braucht das Land eine eigene "Rot-Weiß-Rot-Card" für Zuwanderer, wenn die Europäische Union ohnehin eine Blue Card für Fachkräfte aus Drittstaaten plant?

"Der EU-Rat will damit ein reines Schlüsselarbeitskraftmodell einführen", erklärt Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) auf Standard-Anfrage. Und deshalb verliere ihre Österreich-Karte auch nicht die Gültigkeit, sobald die EU-Regelung in Kraft trete. "Das ist sicher kein Problem, das aufrechtzuerhalten", glaubt Fekter.

Die Blue Card soll nach dem Vorbild der amerikanischen Green Card eine Arbeitsgenehmigung für Spitzenkräfte bringen. Hintergrund für das Ansinnen: Die Mehrheit der hochqualifizierten Auswanderer aus Asien und Afrika gehen derzeit lieber in die USA, die Mehrheit der Minderqualifizierten landet in der EU.

Über die Details zur Blue Card ist man sich in Brüssel noch nicht ganz einig. Ursprünglich gab es den Vorschlag der Kommission, dass Eigentümer damit dauerhaft in der EU bleiben und auch ein- und ausreisen können sollten. Doch dagegen wandten sich vor allem Deutschland und Österreich. Die vorläufige Einigung sieht nun vor, dass die geplante Blue Card nur ein Jahr für jenes Land gelten soll, in dem sie ausgestellt wurde. (nw, DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2009)

 

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