Kongress Com.sult bringt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nach Wien

26. Jänner 2009, 14:18
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Initiator Ungar-Klein: Wiener Wirtschaftskongress von Krise nicht betroffen - Menschen und Infrastruktur als "Ressourcen der Zukunft"

Der Wiener Wirtschaftskongress com.sult, der am Montag und Dienstag heuer zum sechsten Mal stattfindet, bringt diesmal als Stargast den Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nach Wien ins Haus der Industrie. Einen Schwerpunkt bildet diesmal an beiden Tagen ein Sportprogramm mit der Sportlegende Mark Spitz und dem 14-fachen Schwimmweltmeister Aaron Perisol.

"Ressourcen der Zukunft"

Die aktuelle Wirtschaftskrise sei zwar ein wichtiges Thema der Veranstaltung, sagte com.sult-Initiator David Ungar-Klein am Montag, der Kongress selbst habe aber unter der Krise überhaupt nicht gelitten: Das Programm sei sogar erstmals auf zwei Tage ausgedehnt worden. 140 Impulsreferenten aus Wirtschaft, Politik und Sport werden heute und morgen, Dienstag, über die "Ressourcen der Zukunft" diskutieren.

Wichtig sei es jetzt, angesichts der Krise eine positive Stimmung zu verbreiten, denn die Krise sei auch zu einem großen Teil eine mentale Sache. "Es ist falsch, Geld zu horten, man muss investieren", sagte Unger-Klein. Er geht davon aus, dass die Krise nach etwa eineinhalb Jahren überstanden sein wird.

Darum beschäftige sich der Kongress schon jetzt mit den "Ressourcen der Zukunft" - gemeint seien damit vor allem die Humanressourcen und Infrastruktur. Vor allem der Ausbau des Breitband-Internets in Österreich ist dem com.sult-Initiator ein Anliegen: "Österreich fällt da ständig zurück." Der Politik wirft er Untätigkeit in diesem Bereich vor - dem "IKT-Masterplan" und der "IKT-Task Force" zur Stärkung des IT-Standorts Österreich seien bisher keine Taten gefolgt, "es wird immer wieder neu evaluiert, aber nichts getan", so Ungar-Klein. (APA)

 

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