Strategische Nachhaltigkeit

26. Jänner 2009, 12:24
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Eröffnung des diesjährigen transmediale-Festivals in Berlin: Unter dem Titel "Deep North" werden die kulturellen Konsequenzen des Klimawandelt diskutiert

"Deep North" lautet das ungewöhnliche Thema der diesjährigen transmediale, das in Berlin angesiedelte Festival für Kunst und digitale Kultur. Diskutiert werden ab heute, 26.01, die kulturellen Konsequenzen eines Themas, das inzwischen nahezu alle Aspekte des Lebens beherrscht: der Klimawandel.

Vor diesem Hintergrund reflektiert das Festival in Form von Ausstellungen, Symposien und Film-/Video-Screenings die Notwendigkeit, globale Ereignisse neu zu lesen und durch Entwicklung eines erweiterten kulturellen Vokabulars die autonome und kritische Herangehensweise der Kunst in diesem Zusammenspiel aus Natur und Kultur mit einzubeziehen.

"Survival and Utopia"

Die Ausstellung "Survival and Utopia" zeigt beispielsweise ein breites Spektrum künstlerischer Erkundungen auf die vielfältigen und häufig widersprüchlichen Szenarien des Klimawandels. Es werden grundlegende Fragen aufgeworfen, wie etwa, ob ein Schmelzen der Polkappen zu einer Notstandssituation führen wird, die das Überleben selbst an erste Stelle setzt? Jenseits solcher medial immer wieder vermittelten Szenarios, geht die Ausstellung den Symptomen, dem Kontext und der möglichen Zukunft dieses scheinbar unmerklichen, aber fundamentalen Wandels nach.

Strategien gegen Machtlosigkeit

In Anspielung auf das Schmelzen der Polkappen und den wechselseitigen globalen Auswirkungen des Handelns - von der Erschließung neuer Territorien für geopolitischen Wettbewerb, über den Zerfall des Antarktisvertrags der gemeinsamen friedlichen Nutzung, bis zur Ausbeutung geheimer Minen im Kongo - versucht die Ausstellung Strategien aufzuzeigen, die einem Gefühl von Machtlosigkeit angesichts eines gravierenden Wandels, Visionen und Kritik für ein kulturelles Umdenken entgegensetzen. Die Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt wird erweitert durch eine Installation serieller Softwarekunst im [DAM]Berlin und eine ortsbezogene, generative Installation im Collegium Hungaricum Berlin. (fair)

Link:
http://www.transmediale.de

transmediale - festival for art and digital culture
26.01 - 01.02

  • Artikelbild
    grafik: transmediale
  • Emma Wieslanders Arbeit "Glacier 60000" setzt sich mit Landschaften auseinander, die durch Kultur und Technologie beeinflusst ist. Zu sehen in der Ausstellung "Survival and Utopia" im Berliner Haus der Kulturen der Welt.
    foto: transmediale

    Emma Wieslanders Arbeit "Glacier 60000" setzt sich mit Landschaften auseinander, die durch Kultur und Technologie beeinflusst ist. Zu sehen in der Ausstellung "Survival and Utopia" im Berliner Haus der Kulturen der Welt.

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