Referendum zeigt Spaltung des Landes auf

26. Jänner 2009, 12:31
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fotos: apa/epa/reuters

Anhänger des bolivianischen Präsidenten Evo Morales feierten am Sonntag  das Ergebnis der Volkabstimmung.

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12 Postings
Paxa jun.
00
"...und wir werden dafür kämpfen, dass sich nichts in Bolivien ändert."

Ich glaube diese Aussage allein beweist, dass nicht Morales an der Spaltung des Landes interessiert wist, wie ihm oft vorgeworfen wird, sondern, dass die reiche Elite die, die Indios Jahrzehnte lang ausgebeutet hat, die Spaltung vorantreiben will.

Hirtenspieler
02
Haben wir dann auch eine Spaltung des Landes,

wenn es eine absolute Mehrheit gibt ?

So eine tendenziöse Überschrift ist eigentlich schon demokratiefeindlich!

Vielleicht denkt der Lohnschreiber mal darüber nach.



groebben
02
27.1.2009, 10:32
"...und wir werden dafür kämpfen, dass sich nichts in Bolivien ändert."

Der Spruch von Costas ist auch unglaublich. In einem der aermsten Laender der Welt, wo viele Menschen morgens nicht wissen, was und ob sie abends zu Essen haben kaempft er dafuer, dass sich nichts aendert???? Das sagt viel aus...

Ich wuerd gern noch einen anderen Punkt aufgreifen, der kurz im Bolivianischen TV diskutiert wurde. Es wurde debattiert, warum Evo etwas weniger Stimmen als letztes Jahr erhalten hat und ein Analyst meint, dass es wohl daran liegt, dass die Opposition nicht mehr so offen radikal wie 2007 aufraete. Wie auch in Venezuela 2002 kann man erkennen, dass die Befoelkerung sich hinter ihrer Regierung stellt, wenn die Opposition radikal wird. Ein interessanter Punkt.

napfiatgott
01
27.1.2009, 09:17
...die von der Opposition...

...mit Blut besudelte Verfassung - sollte der Satz unter Bild 6 eigentlich lauten.
Ich weiß nicht wie oft Morales der Opposition schon die Hand gereicht hat in diesem Prozess. Und natürlich darf keine Glorifizierung der indigenen Forderungen passieren, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Eliten-Phrasendresche immer nur Leid und Armut über das Land gebracht hat. Also - jetzt ist mal Sozialismus an der Tagesordnung (und jetzt bitte net Kommunismus- und Marxismusangst verbreiten Hansito/Holgercito/Austro-Conquistador) - man soll den dekokratisch legitimierten Machthabern zugestehen, Ihren bekundeten Wille zur Veränderung zu realisieren.

Raptor Jesus
02
27.1.2009, 00:08
Bild 7: OMG, KKK

Ich hoffe der Costas macht nicht eine3n auf Franco.
Lateinamerika hat schon genug Gewalt durchgemacht.

Auf den Punkt gebracht
01
26.1.2009, 23:42
Grob kann man sagen:

Ausgefressene Gegner und schlanke Befürworter ;-))))

Kratzmich
04
26.1.2009, 23:17
Die Rechten geben also vor, ab wann sie das Ergebnis anerkennen wollen: 80%.

D. h. jede ihrer (weißen) Stimmen gilt so viel, wie vier indigene Stimmen.

Soviel zum Rassismus des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Praktiziert von Leuten, denen unsere, ach so aufgeklärten und demokratischen, Medien große und größte Sympathie entgegen bringen.

Die dürfen dann schon mal mit Hakenkreuzfahnen durch die Gegend laufen, was der Sympathie keinen Abbruch tut.

Ernst Guevara
39
26.1.2009, 12:52
herrlich, die rechten entlarven sich selbst...

ruben costas erhebt die hand zum teutschen grusse und die homophoben katholen kleiden sich in der tracht des ku klux klan. die rechten brauchen gar nicht deutlicher werden, deren charakter durchschaut doch jedes kind. spätestens seit dem massaker der opposition an MAS-anhängerInnen vom 11.september 2008 weiss man, wohin die reise geht, wenn die rechten sich durchsetzen.

moribundo
12
26.1.2009, 14:29
Bin ja inhaltich auf ihrer Seite, aber...

....die Kluft der Katoholiker stammt aus Spanien, gehört zu den Osterprozessionen (semana santa), ist um vieles älter als der KKK und hat eigentlich nix damit zu tun.

Und ob costas hier den nazi gruß zeigt, wäre ich auch skeptisch, der ist zu klug für sowas.

Eher eine Schweinerei finde ich die Aussage von ihm.
Verlangt als Provinzheini 80%, was gegen die alte Verfassung ist(die er ja immer vollmundig verteidigt), und droht offen die Entscheidungen der Mehreit und der kommenden demokratisch gewählten Regierung zu ignorieren und zu beseitigen, wie das gehen soll, kann man sich vorstellen (Terror, Manipulation, Gewalt, wenn möglich Putsch)

Ernst Guevara
00
26.1.2009, 16:46
danke für die aufklärung, das mit den osterprozessionen war mir bislang nicht bekannt.

ich hab das aber eh nicht wirklich so ernst gemeint mit dem KKK und nazigruss. obwohl ... auch wenn ich es jetzt besser weiss, die kapuzen sind schon sehr verdächtig und die einstellung mit costas ist auch auffällig. es ist ja bekannt, dass die extreme fraktion der bolivianischen opposition schon mal mit hakenkreuz-fahnen durch die strassen fährt und die mörderischen methoden dieser opposition sind auch nicht so neu. im konkreten fall heisst das aber nicht, dass ich costas wirklich für einen nazi halte, nur weil der blickwinkel auf dem photo etwas eigenartig ist. und ich stimme Ihnen/dir zu,das eigentlich schlimme ist die aussage von costas, ebenso wie übrigens die aussage von Savina Cuéllar, die der verfassung den gehorsam verweigern will.

*space
11
26.1.2009, 14:26

Sie übertreiben ein wenig, welcher deutsche Gruss? Rechts heißt nicht Nazi, aber Pack ist es auf jeden Fall. Man sollte sich mehr auf gestaltende Politik der Regierung konzentrieren, die jetzt die Magna Charta in Händen hält. Man wird sehen wieviel Kraft die Gesellschaft hat um wirklich tiefgreifende Veränderungen zu bewirken. Die Opposition ist deshalb gefährlich weil sie moralisch besiegt wurde. Ohne politisches Programm wird sie mehr oder weniger untergehen, je nachdem wie stark Morales ist. Die strategischen Bereiche müssen weiter verstaatlicht werden sonst hat dieses Pack zu viel Macht, Kompromisse sind reichlich eingegangen worden. Jetzt geht es erst los.

ws84
11
26.1.2009, 14:10

"Die traditionellen, überwiegend weißen Eliten, die rund 15 Prozent der Bevölkerung stellen, fürchten allerdings eine schleichende Enteignung zugunsten der armen Mehrheitsbevölkerung."
- ist etwas anderes dort notwendig?

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