Gehirn misst in Millisekunden den Nährwert

26. Jänner 2009, 11:26
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Deutliche Unterschiede zwischen fetthaltigen und magere Speisen

Das menschliche Gehirn misst in weniger als 200 Millisekunden den Nährwert einer Speise. Im Rahmen einer Studie am Universitätsspital Lausanne wurde die Reaktion des Gehirns auf fetthaltige und fettarme Speisen untersucht. Die Forscher maßen mit der so genannten Elektroenzephalographie (EEG), ob das Gehirn auf Pizza oder Schokolade gleich reagierte wie auf Obst und Gemüse. Die Ergebnisse wiesen deutliche Unterschiede zwischen fettigen und den fettarmen Nahrungsmitteln auf.

Unterscheidung in verschiedene Kategorien

Bei fettigem Essen stellten die Wissenschafter einen viel stärkeren Ausschlag im EEG fest. Das Gehirn unterscheide automatisch zwischen verschiedenen Kategorien von Nahrungsmitteln so die Studie, die in der Fachzeitschrift "Neuroimage" publiziert wurde. Dies laufe sehr rasch ab, sozusagen vorsorglich, denn die Probanden hatten vor den Tests eine Mahlzeit erhalten, waren also nicht hungrig.

Die Studie könnte laut den Forschern helfen, neue Mittel gegen Ernährungsstörungen wie Bulimie oder Anorexie zu finden. Die Mechanismen im Gehirn zu verstehen, könnte laut Wissenschafter Micah Murray, auch für Krankheiten wie Diabetes oder Fettleibigkeit wichtig sein. (APA/red)

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