Kind in Tirol fast an Skilift stranguliert

26. Jänner 2009, 10:32
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Achtjährige war bei Auffahrt gestürzt und verhängte sich mit Schal am Liftbügel

Innsbruck  - Schrecksekunden an einem Tiroler Skilift: Ein achtjähriges Mädchen ist im Osttiroler Skigebiet Zettersfeld beinahe stranguliert wurde. Das Kind war am Sonntag bei der Auffahrt gestürzt und hatte sich mit dem Schal im Liftbügel verhängt. Es verlor das Bewusstsein. Gerettet wurde es durch einen unbeteiligten Wintersportler. Er durchtrennte den Schal mit einem Messer.

Das Mädchen war gegen 14.20 Uhr mit ihren Eltern im Skigebiet unterwegs. Nach dem Sturz während der Fahrt am Tellerlift wurde die Achtjährige rund 40 Meter mitgeschleift. Ein Skilehrer sowie ein Einheimischer bemerkten den Zwischenfall. Einer von ihnen fuhr zur Einstiegstelle und informierte den Liftangestellten, welcher den Lilft stoppte.

Der andere Mann wartete an der Ausstiegstelle auf die verunfallte Achtjährige. Er befreite das Kind von seiner misslichen Lage. Sofort erlangte die Urlauberin wieder das Bewusstsein. Sie blieb soweit unverletzt, wurde aber zur medizinischen Behandlung zum Arzt gebracht, hieß es.

Mehrere Verletzte gab es unterdessen bei Lawinenabgängen in den Nord- und Südtiroler Bergen. Zwei Snowboarder im Skigebiet Schnals in Südtirol sowie im Karwendelgebirge (Bezirk Innsbruck-Land) erlitten dabei Beinverletzungen. Dem Wintersportler in Nordtirol rettete vermutlich ein Lawinenairbag das Leben. Ein deutscher Urlauber blieb bei einem selbstausgelösten Lawinenabgang unverletzt.

Auch im Gemeindegebiet von Gargellen im Montafon (Bezirk Bludenz) verlief am Sonntag ein Lawinenabgang glimpflich. Ein 34-jähriger Skifahrer aus Bludenz wurde von einem selbst ausgelösten Schneebrett verschüttet. Der Verunglückte wurde glücklicherweise von zwei befreundeten Snowboardern rechtzeitig aus den Schneemassen befreit. Laut Landeswarnzentrale herrschte Lawinenwarnstufe drei ("erheblich") auf der fünfteiligen Skala. (APA)

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