Großteil der Oscar-Kandidaten bereits in DVD-Qualität in Tauschbörsen

26. Jänner 2009, 09:27
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Kampf der Filmindustrie gegen illegale Weiterverbreitung weitgehend wirkungslos - Lediglich kurze Verzögerung im Vergleich zum Vorjahr

Mit erheblichen Ressourcen hat die Filmindustrie in den letzten Jahren den Kampf gegen die illegale Verbreitung aktueller Kinofilme intensiviert. Vor allem das direkte Abfilmen von der Leinwand wurde durch intensivierte Überwachung der Kinosäle deutlich erschwert, auch gegen die Weiterverbreitung der den Oscar-JurorInnen vorab zur Verfügung gestellten Kopien einzelner Filme hat man einige Maßnahmen ergriffen.

Recherche

Anstrengungen, die allerdings ohne wirklich sichtbaren Erfolg bleiben, dies legen zumindest die Recherchen des Journalisten Andy Baio in Bezug auf die diesjährigen Oscar-Kandidaten nahe. Demnach sei gerade einmal von einem einzigen der 26 vorgeschlagenen Filme keine Kopie im Netz im Umlauf, nur bei einem weiteren ist die Qualität auf eine abgefilmte Variante beschränkt, die restlichen 24 gibt es in DVD-Qualität zum Download.

Relevanz

Laut Baio sei das die höchste Rate an DVD-Kopien in Bezug auf Oscar-Nominierungen seit er seine Untersuchungen betreibt. Als schwacher Trost bleibt der Filmindustrie lediglich, dass die Zeit zwischen einem Filmstart und dem Auftauchen der ersten Kopie von fünf auf elf Tage angewachsen ist. Doch selbst in diesem Fall meldet der Journalist Zweifel an, dass es sich dabei um einen Erfolg der Anti-Piraterie-Maßnahmen der Industrie handelt. Es könne auch schlicht sein, dass die heurigen Oscar-Kandidaten für die FilmpiratInnen von geringerem Interesse sind. (red)

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