Während Bücher, die vor hunderten Jahren verfasst wurden, teilweise noch heute lesbar sind, kann auf manche Daten, die vor einem Jahrzehnt digital gespeichert wurden, bereits heute nicht mehr zugegriffen werden. Um der Vergänglichkeit der Daten im digitalen Zeitalter etwas entgegen zu setzen, plant die British Library ein großes Archivierungsprojekt, wie der Observer berichtet. Dabei sollen Webseiten mit der UK-Domain für die Nachwelt archiviert werden, um zu verhindern, dass die Historiker der Zukunft vor einem schwarzen Loch stehen, wenn sie Informationen über unsere Zeit suchen. So, wie wohl viele Familienfotos, die nur digital gespeichert sind, nicht an künftige Generationen weitergegeben werden, so gehe mit den zahlreichen Online-Informationen unser kollektives kulturelles Erbe verloren, warnt Lynne Brindley, die Geschäftsführerin der British Library.
Speicherung
Brindley weist darauf hin, dass entgegen eines weit verbreiteten Glaubens Unternehmen wie Google die Inhalte von Webseiten nicht speichern. Daher liege die Verantwortung bei Archiven und Bibliotheken dafür zu sorgen, dass in Zukunft nicht nur Bücher und Zeitschriften für die Nachwelt aufgehoben werden. Auch E-Mails und Webseiten sollen aufbewahrt werden. "Die Vision eines digitalen Großbritanniens muss das entscheidende Service enthalten, das kollektive digitale Gedächtnis des Landes zu erhalten und gleichzeitig die Inhalte der British Library zu digitalisieren", sagt Brindley. Die Bibliothek will daher ein umfassendes Archiv der Webseiten schaffen, die eine UK-Domain haben. Derzeit gibt es rund acht Millionen solcher Webseiten.
Austausch
Verschiedene Projekte bemühen sich schon jetzt, den alltäglichen Austausch an Informationen festzuhalten, der heutzutage großteils über E-Mails läuft. Britische Regierungsabteilungen archivieren diese Korrespondenzen und digitalen Texte bereits und die British Library fordert auch Einzelpersonen auf, solche Daten freiwillig archivieren zu lassen. Anlässlich der Olympischen Spiele, die 2012 in London stattfinden, hat die Bibliothek ebenfalls ein Archivierungsprojekt geplant. Zu den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 gab es rund 150 Webseiten, die nach dem Ende der Spiele sehr bald vom Netz genommen wurden. Sie sind heute nur noch über die National Library of Australia zugänglich. (pte)
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Sicherheits-ExpertInnen geben Tipps wie man sie verhindern kann - Viele ProgrammiererInnen sind sich der Gefahren gar nicht bewusst
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Auch nicht neu. Kuckstu hier: http://www.archive.org
Die Österreichische Nationalbibliothek hat ein Projekt zur Archivierung des österr. Webspace gestartet:
http://www.onb.ac.at/about/web... ierung.htm
Hier ein erstes Bild: http://tinyurl.com/b4bl45
...präsentierte wäre das ja noch prinzipiell möglich gewesen, aber mittlerweile mit all den Multimedialen Inhalten (Flash-Seiten lassen sich nicht so ohneweiters kopieren) Videos, 3D-Welten(SecondLife & Co) scheint mir das Projekt eher aussichtslos ;) sorry
Werden dann illegale Daten mitgesichert?
Hat dann, wie in einer Bibliothek, jeder darauf Zugriff?
Wenn sich die rechtliche Lage ändert, werden dann die archivierten Daten die bis dahin gespeichert waren wieder gelöscht? So wie eben schon einmal Bücher verbrannt wurden?
Wie sieht's aus mit hoch frequentierten Foren und Imageboards auf denen jede Minute 100te Posts landen?
Nicht falsch verstehen, ich bin voll dafür und hoffe dass dort wirklich möglichst alle Daten gespeichert werden, ich kann's mir nur nicht vorstellen.
Das "Internet Archive" (http://www.archive.org).
Durchaus sinnvoll, aber ob das Ganze nicht rechtliche Probleme mit sich bringen wird?
Blöde Klammern! ;)
http://www.archive.org
besser so! :P
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