In Salzburg und Vorarlberg beginnt die AK-Wahl

26. Jänner 2009, 07:15
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FSG will in Salzburg Zwei-Drittel-Mehrheit halten, ÖAAB in Vorarlberg die Absolute zurückerobern

Salzburg/Bregenz - Am kommenden Montag beginnt der Reigen der Arbeiterkammer-Wahlen in Österreich. In Salzburg und Vorarlberg sind die Arbeitnehmer aufgerufen, in den kommenden zwei Wochen ihre Interessensvertretung zu wählen. In Vorarlberg endet die Abstimmung am 5. Februar. Fünf Wochen vor der Landtagswahl ist das Ergebnis, das am 6. Februar feststehen wird, in Salzburg besonders interessant.

Rote Vorherrschaft

Bei den AK-Wahlen 2004 konnte die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) in Salzburg auf hohem Niveau noch einmal zulegen und kam auf 67 Prozent. Wenige Wochen später setzte sich die rote Erfolgsserie, die im Herbst 2003 bei den Personalvertretungswahlen im Landesdienst begonnen hatte, bei den Landtagswahlen 2004 fort: Gabi Burgstaller überholte mit ihrer SPÖ die ÖVP und ist seither Landeshauptfrau des einst als schwarze Erbpacht geltenden Bundeslandes.

In Salzburg treten bei der AK-Wahl neben FSG und ÖAAB/FCG auch die Alternativen und Grünen Gewerkschafter (AUGE/UG), die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA-FPÖ), die Migrantenliste "Bündnis Mosaik" sowie der Gewerkschaftliche Linksblock an. Die FSG will mit Spitzenkandidat AK-Präsident Siegfried Pichler ihre Zwei-Drittel-Mehrheit mit 49 Sitzen im Kammerparlament verteidigen. Postgewerkschafter Kurt Friedl führt die Liste ÖAAB/FCG an. Die schwarzen Arbeitnehmervertreter wollen zehn Mandate zulegen. Derzeit stellen sie 14 von 70 Mandanten im Kammerparlament. Stärker werden wollen auch die Freiheitlichen Arbeitnehmer: Ihr Spitzenkandidat Herbert Trattnig hofft, den Mandatsstand von drei auf fünf erhöhen zu können.

Kündigungen prägen Wahlkampf

Die Schließung der Papierproduktion bei M-real in Hallein und die damit verbundene Kündigung von rund 480 Arbeitnehmern sowie der mögliche Stellenabbau bei der Post dominierten den AK-Wahlkampf in Salzburg, wo rund 190.000 Beschäftigte an der Abstimmung teilnehmen können.

In Vorarlberg - neben Tirol das einzige Bundesland, wo es eine schwarze Mehrheit in der AK gibt - will AK-Präsident Hubert Hämmerle die 2004 verloren gegangene absolute Mehrheit zurückerobern. Der ÖAAB ist in Vorarlberg derzeit mit 34 Mandataren vertreten, die FSG mit 25 Mandataren, die Migrantenliste "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ) sowie die FA mit je vier Vertretern, und die Grünen arbeiten mit drei Personen im Kammerparlament mit.

In Tirol, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland wird das AK-Parlament im März gewählt. Die Neuwahl des Bundesarbeiterkammer-Präsidenten wird voraussichtlich im Juni erfolgen, wenn alle Länder ihre Urnengänge abgeschlossen haben. (APA)

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