Strache: Wenn Vorwürfe stimmen, dann Kündigung

26. Jänner 2009, 07:09
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FPÖ-Chef glaubt aber nicht, dass Graf-Mitarbeiter T-Shirts mit nationalsozialistischen Inhalten bestellt haben

Wien - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat in der Debatte um die Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf neuerlich deren Partei ergriffen. Seiner Information nach haben die jungen Männer keine Neonazi-Devotionalien beim "Aufruhr"-Verlag bestellt, sondern lediglich T-Shirts mit Aufdrucken wie "Mir stinken die Linken" und "Südtirol bleibt deutsch". Hätten sie allerdings tatsächlich Leibchen mit nationalsozialistischen Inhalten geordert, würden sie gekündigt, betonte Strache in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum" Sonntagabend.

"Gut schaut das Ganze nicht aus"

Die Koalitionsparteien gingen einmal mehr auf Distanz zu Graf, vor allem ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, der meinte: "Gut schaut das Ganze nicht aus." Die ganze Angelegenheit sei noch nicht restlos aufgeklärt, auch nicht, was der Dritte Präsident gewusst habe. Nun würden die Dinge offenbar gerichtlich behandelt, dann müsse Graf seine Verantwortung wahrnehmen. Auch SPÖ-Klubchef Josef Cap verwies auf die gerichtliche Klärung der Vorwürfe. Strache betonte, dass der Präsident von den Bestellungen nichts gewusst habe.

Eher heraushalten aus der Debatte will sich unverändert das BZÖ. Dessen Klubobmann Josef Bucher distanzierte sich von jeder Art von Radikalismus, will aber dringendere Themen wie den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit debattieren. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig verurteilte, dass Graf seine Mitarbeiter weiter im Team behalte. (APA)

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