"Push" ist dreifachen Gewinner

25. Jänner 2009, 21:21
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Die Verfilmung eines Romans der Schriftstellerin Sapphire erhielt den Jury-Preis und den Publikumspreis für das beste Filmdrama des Jahres

New York/Park City - "Push", die Geschichte einer 16-Jährigen, die trotz widrigster Umstände das Beste aus ihrem Leben macht, hat beim Sundance Filmfestival in Utah drei der wichtigsten Preise gewonnen. "Push", die Verfilmung eines Romans der Dichterin und Schriftstellerin Sapphire, erhielt den Jury-Preis und den Publikums- Preis für das beste Filmdrama des Jahres. Darüber hinaus wurde die "Push"-Darstellerin Mo'Nique mit einem Sonderpreis für die beste schauspielerische Leistung belohnt.

Der österreichische Dokumentarfilm "Let's Make Money" von Erwin Wagenhofer ist im Wettbewerb in der Kategorie "World Cinema Documentary" gestanden, aber leer ausgegangen. "Push: Based On The Novel By Sapphire", wie der volle Titel lautet, präsentiert nach Meinung des Fachblattes "Variety" die neue Ära Obama in Washington. In dem Film geht es um eine fettleibige junge Schwarze in Harlem, die von den eigenen Eltern vernachlässigt und missbraucht wird. Aus eigener Willenskraft gelingt es ihr, sich von der Familie abzusetzen und ein neues, besseres Leben zu beginnen. "Der Film hat uns lachen und weinen lassen und uns völlig überwältigt", begeisterte sich Jury-Mitglied Mike White.

Der deutsche Filmemacher Oliver Hirschbiegel geht mit dem Regiepreis für das Nordirland-Drama "Five Minutes of Heaven" nach Hause. Er war beim Sundance-Filmfest, das am Sonntag zu Ende ging, für England angetreten. Sein Film über zwei Männer im Nordirland-Konflikt, einer auf der Seite der Katholiken, brachte Guy Hibbert den Preis für das Drehbuch ein.

Der Preis für die beste Dokumentation wurde unter anderem "We Live In Public" zugeteilt, einer Chronik des Lebens von Josh Harris, einem Internet-Pionier. Ein weiterer Preis ging an einen Film über den Fang freilebender Delfine in Japan ("The Cove").

Das zehntägige Filmfest hatte in diesem Jahr rund 120 Spielfilme aus 21 Ländern, 87 Weltpremieren und 42 Regiedebüts vorgestellt. Sundance ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Es wurde vor 25 Jahren von dem Schauspieler und Regisseur Robert Redford gegründet. (APA/dpa)

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