Mit zwei AK-Wahlen beginnen die Urnengänge 2009

25. Jänner 2009, 17:53
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Politbarometer für Salzburger Landtagswahl - In Vorarlberg will FSG Rückkehr der VP-Absoluten verhindern

Politbarometer für Salzburger Landtagswahl - In Vorarlberg will FSG Rückkehr der VP-Absoluten verhindern
Salzburg/Feldkirch - In Salzburg und Vorarlberg beginnt am Montag mit den Arbeiterkammerwahlen das Wahljahr 2009. In beiden Bundesländern stehen heuer auch Landtagswahlen an.

In Salzburg gilt die AK-Wahl als "Testwahl" . Das Interesse gilt weniger der Zusammensetzung der Kammervollversammlung, als vielmehr der Stimmung unter den rund 175.000 Arbeitnehmern knapp vor den Landtags-, Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen am 1. März.

Im Jahr 2004 hatte sich bei der AK-Wahl der spätere Sieg der Sozialdemokraten und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller auf Landesebene bereits abgezeichnet: Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter erreichte mit mehr als 67 Prozent (49 Mandate) eine satte Zweidrittelmehrheit. Die ÖVP-Arbeitnehmer stürzten auf knapp unter 20 Prozent (14 Mandate) ab, Grüne und Freiheitliche blieben unter fünf Prozent (je drei Mandate). Nur zirka 40 Prozent beteiligten sich an der AK-Wahl.

An der Vormachtstellung der FSG mit Präsidenten Siegfried Pichler an der Spitze wird auch beim kommenden Urnengang nicht zu rütteln sein. Sollte es der VP-Fraktion jedoch gelingen, die Verluste von 2004 wieder wettzumachen, könnte dies auf ein knappes Rennen bei den Landtagswahlen hindeuten.

Schwarzes Vorarlberg

Von Salzburger Verhältnissen kann die Vorarlberger Sozialdemokratie nur träumen. Im konservativen Vorarlberg dominieren die Schwarzen auch die Arbeiterkammer. Sechs Listen, darunter zwei mit Spitzenkandidaten türkischer Herkunft, treten an. 114.000 sind wahlberechtigt. Im Gegensatz zu Salzburg kann die AK-Wahl nicht als Barometer für die Landtagswahl gesehen werden, denn zu unterschiedlich sind die Kräfteverhältnisse. Während die Sozialdemokraten der VP in der Arbeiterkammer auf elf Prozent nahekamen, beträgt der Rückstand auf die ÖVP im Landtag 38 Prozent.
In der AK hingegen verlor der ÖAAB/FCG 2004 die absolute Mehrheit, hält nun bei 46 Prozent und 34 Mandaten. Ziel der FSG mit der Gewerkschafterin Manuela Auer an der Spitze ist, ihre 35 Prozent/25 Mandate zu halten und den neuen AK-Präsidenten Hubert Hämmerle, der als Hoffnungsträger der Landes-VP gilt, zu bremsen.
Die AK-Wahlen dauern in Vorarlberg bis 5. Februar, in Salzburg einen Tag länger. (jub, neu/DER STANDARD-Printausgabe, 26. Jänner 2009)

 

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