UniCredit will Fiat unter die Arme greifen

25. Jänner 2009, 17:35
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Mailand/NewOrleans - Die Bank Austria Mutter UniCredit ist bereit, Fiat unter die Arme zu greifen und eine neue Kreditlinie zu eröffnen. Dies bestätigte UniCredit-Chef Alessandro Profumo am Wochenende.
Der hoch verschuldete Fiat-Konzern, der sich mit Chrysler zusammenschließen will, fordert von den Banken eine neue Kreditlinie bis zu 1,5 Milliarden Euro. UniCredit hatte wie Banca Intesa dem Turiner Autokonzern während der Krise im Jahr 2002 durch Wandelobligationen unter die Arme gegriffen. Die inzwischen in Fiat Aktien gewandelten Obligationen wurden noch nicht abgegeben.

Inzwischen werden in Turin die Gerüchte lauter, wonach sich Fiat nicht nur mit Chrysler, sondern auch mit europäischen Partnern verbinden wolle. Zur Diskussion steht Peugeot. Auch die Gespräche mit BMW über eine gemeinsame Plattform für den Kleinwagenbau werden fortgesetzt.

Ford will kein Geld

Der US-Autobauer Ford will im Gegensatz zu seinen Konkurrenten General Motors und Chrysler laut Konzern-Chef Alan Mulally keine Staatshilfen: "Wir wollen uns nicht noch mehr Geld leihen." Ford verfüge über genügend Liquidität, um sein Sanierungsprogramm zu finanzieren. GM und Chrysler haben von der US-Regierung Zusagen für milliardenschwere Notfall-Kredite erhalten, um einen Zusammenbruch zu verhindern.

Mulally sagte, Ford stehe besser da als seine Rivalen, da der Konzern 2006 bereits Kredite von mehr als 23 Milliarden Dollar aufgenommen habe. Er gehe davon aus, dass das geplante Konjunkturprogramm von Präsident Barack Obama ab der zweiten Jahreshälfte zu mehr Autoverkäufen führen werde. (tkb, Reuters, DER STANDARD, Printausgabe, 26.1.2009)

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