Zurückhaltung gegenüber neuer Regierung

25. Jänner 2009, 16:49
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"Washington Post": Unordnung bei Dokumenten über Häftlinge - Unvollständig und über mehrere Behörden zerstreut

Washington - Die Bemühungen des neuen US-Präsidenten Barack Obamas, das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba innerhalb eines Jahres zu schließen, stoßen nach Angaben der "Washington Post" auf Probleme. Wie das Blatt am Sonntag berichtete, herrscht in den Dokumenten über die 245 Häftlinge erhebliche Unordnung. Über viele Insassen lägen keine umfassenden Unterlagen vor, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Mitglieder der neuen US-Regierung.

Die Dokumente seien zudem über mehrere Behörden zerstreut. Experten der neuen Regierung "werden die ersten Wochen und vielleicht Monate damit verbringen, in den Ecken der Bundesbehörden nach wichtigen Dokumenten zu suchen", heißt es.

Dokumente unvollständig und über mehrere Behörden zerstreut

Vertreter der früheren Regierung von Präsident George W. Bush hätten eingeräumt, dass die Dokumente unvollständig seien und nicht eine einzelne Behörde beauftragt gewesen sei, alle Unterlagen zusammenzufassen. Zudem sei der Auslandsgeheimdienst CIA sehr zurückhaltend gewesen, seine schriftlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Obama hatte als eine seiner ersten Maßnahmen nach Amtsantritt die Schließung des weltweit kritisierten Lagers innerhalb eines Jahres angeordnet. Die Prozesse gegen mutmaßliche Terroristen vor einem Militärsondergericht in Guantanamo wurden ausgesetzt. Das größte Problem besteht nun darin, zu entscheiden, was mit den Häftlingen geschehen soll. Viele sitzen seit Jahren ohne offizielle Anklage ein. (APA/dpa)

 

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