Außenministerium ruft Obama zum Stopp von US-Angriffen auf

24. Jänner 2009, 19:13
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Mindestens 22 Tote bei Angriffen, darunter acht mutmaßliche ausländische Extremisten

Islamabad - Nach mehreren mutmaßlichen US-Raketenangriffen im Nordwesten Pakistans hat die Regierung in Islamabad den neuen US-Präsidenten Barack Obama zum Stopp dieser Attacken aufgerufen. Man habe gegenüber den US-Behörden große Besorgnis darüber geäußert, dass bei den Drohnen-Angriffen auf die Rückzugsgebiete von Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern immer wieder Zivilpersonen ums Leben kämen, teilte das Außenministerium am Samstag mit.

Mindestens 22 Tote

Am Freitag wurden bei zwei solchen Angriffen im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan mindestens 22 Menschen getötet, wie die pakistanischen Behörden erklärten. Ursprünglich war von 18 Toten die Rede gewesen. Demnach waren unter den Opfern offenbar acht ausländische Extremisten. Es waren die ersten derartigen Angriffe seit Obamas Amtsantritt.

Die mit den USA verbündete Regierung in Islamabad protestiert routinemäßig gegen solche Vorfälle. Viele Beobachter gehen aber davon aus, dass es sich dabei lediglich um Lippenbekenntnisse handelt. Die Regierung wolle nämlich nicht einräumen, dass sie den USA im Kampf gegen die islamischen Extremisten stillschweigend Angriffe aufs eigene Territorium gestattet habe und dafür finanzielle Unterstützung erhalte. (APA/AP/dpa)

 

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