Ausländischer Ölkonzern verstaatlicht

    23. Jänner 2009, 21:01
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    Präsident Morales hat seit Beginn seiner Amtszeit schon mehrere Unternehmen aus dem Gas- und Ölsektor verstaatlicht

    La Paz - Bolivien hat den argentisch-britischen Ölkonzern Chaco verstaatlicht. "Stück für Stück holen wir uns unsere Unternehmen zurück", sagte Präsident Evo Morales, als er das Dekret am Unternehmenssitz in der zentralbolivianischen Ortschaft Entre Rios unterzeichnete. Morales hatte bereits im Mai vergangenen Jahres die Verstaatlichung des Ölkonzerns angekündigt und anschließend mit der Eigentümergesellschaft Panamerican Energy über die Bedingungen verhandelt - ohne jedoch zu einem Ergebnis zu kommen.

    Morales ließ sich bei seinem Besuch in den Chaco-Büros von Soldaten begleiten und bemängelte, dass die Ölfirmen die "bolivianischen Standards" nicht respektieren würden. "Wir wollen Partner, keine Bosse", sagte Morales. Der Präsident hat seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2005 mehrere Unternehmen aus dem Gas- und Ölsektor sowie der Telekommunikationsbranche verstaatlicht. Am Sonntag stimmt Bolivien in einem Referendum über eine neue Verfassung ab, die eine stärkere Beteiligung der Ureinwohner am Wohlstand durchsetzen soll. (APA)

     

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