Satellit erfasst Daten über Treibhausgase

23. Jänner 2009, 13:14
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Japan hat den weltweit ersten Satelliten zur Überwachung von Treibhausgasemissionen ins All gebracht - mit Video

Tokio - Eine japanische Trägerrakete vom Typ H2A brachte den Satelliten namens "Ibuki" am Freitag in All. Er soll den Ausstoß von Treibhausgasen vom Weltraum aus überwachen und so zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Der Start hatte sich wegen schlechten Wetters verzögert. "Ibuki" (japanisch für Atem) soll mit optischen Sensoren die Dichte von Kohlendioxid und Methan messen.

Die japanische Weltraumbehörde JAXA erwartet, dass der Satellit fünf Jahre lang Daten über Treibhausgase liefert. Bisher werden solche Informationen lediglich von 282 Messstationen auf der Erde erhoben.

Orbit

"Ibuki" soll den Globus nun alle 100 Minuten in einer Höhe von etwa 670 Kilometern umrunden. Der Satellit, der von der japanischen Insel Tanegashima aus ins All geschickt wurde, ist in der Lage, die Emissionen an 56.000 verschiedenen Punkten zu messen. Die Wissenschafter erhoffen sich damit insbesondere Aufschluss über den Ausstoß von Treibhausgasen in Entwicklungsländern, wo eine derartige Überwachung bisher schwierig war, wie JAXA erklärte. So soll die Genauigkeit von Klimamodellen verbessert werden. (APA/AP)

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