Finale Zulassung für Enzephalitis-Impfstoff in Australien

23. Jänner 2009, 08:34
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US-Produktzulassung steht kurz bevor - Auch Prozess in Europa im Zeitplan

Wien - Der börsenotierte Wiener Impfstoff-Entwickler Intercell AG hat von der australischen Gesundheitsbehörde TGA die endgültige Marktzulassung für das Impfprodukt gegen Japanische Enzephalitis erhalten. Die Entscheidung in Australien ist die erste finale Zulassung für den Impfstoff. Als nächste Schritte folgen die formelle Zulassung in Europa und in den USA der Abschluss des Zulassungsprozesses durch die FDA, erklärte Intercell am Freitag.

Nach der positiven Empfehlung durch das CHMP der European Medicines Agency (EMEA) im Dezember werde die Zulassung durch die EU und damit die formale Marktzulassung für alle 27 Mitglieder sowie für Norwegen und Island in den nächsten Wochen folgen. Alle Zulassungsprozesse würden laut Zeitplan verlaufen, so Chief Operating Officer (COO) Thomas Lingelbach.

Japanische Enzephalitis (JE) ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit, die bei 30 Prozent der daran Erkrankten auch tödlich verläuft. Die Krankheit werde zunehmend zu einem Risiko für Reisende, so Intercell. Die vermehrten Reisen in ländliche Gebiete, wo die Krankheit häufiger auftritt, und der Klimawandel würden zur Vermehrung der krankheitsübertragenden Moskitos beitragen.

Der Intercell-Impfstoff ist ein gereinigtes, inaktiviertes Produkt zur aktiven Immunisierung gegen virale JE-Infektionen. Der Impfstoff, der auf Gewebekulturen anstelle von lebenden Organismen basiert, wird von Intercell in Schottland hergestellt. (APA)

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