Kabinenpersonal beendet Drei-Stunden-Streik

23. Jänner 2009, 10:13
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Die Gewerkschaft UFO fordert Tariferhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen, 40 Flüge mussten gestrichen werden

Frankfurt/Main - Wegen eines Warnstreiks des Kabinenpersonals hat die deutsch Lufthansa am Freitag 40 Flüge von und nach Frankfurt gestrichen. Es handle sich ausschließlich um Kurz- und Mittelstreckenflüge, erklärte eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Bereits um 6.15 Uhr hatten die ersten Flugbegleiter die Arbeit niedergelegt, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) berichtete. Rund 400 Beschäftigte versammelten sich in einem Hotel am Flughafen. Die Aktion endete um 9.15 Uhr. Der Betrieb in Wien ist zur Stunde von der Arbeitsniederlegung angeblich nicht beeinträchtigt.

Wien nicht beeinträchtigt

"Am Flughafen Wien verläuft alles planmäßig", sagte ein Sprecher. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft hatte auch am vergangenen Mittwoch zu einem mehrstündigen Streik an einigen deutschen Flughäfen aufgerufen. "Bei uns gab es nur Verspätungen", hieß es am Flughafen Wien.

Die deutsche Flugbegleiter-Gewerkschaft erwarte nun von der Lufthansa ein Signal, sonst werde es kurzfristig weitere Streikaktionen geben. "Nun ist der Mythos ausgeräumt, dass die Kabine nicht streiken kann", meinte der UFO-Sprecher. Eine Lufthansa-Sprecherin forderte die UFO-Delegation hingegen auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den Kollektivvertragsstreit nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Diesen seien alternative Flüge, Bahnverbindungen und Stornierungen angeboten worden.

Die deutsche Gewerkschaft verlangt kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen mit einem Gesamtvolumen von etwa 15 Prozent bei einem Jahr Laufzeit. Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben ein Gesamtpaket von rund 10 Prozent einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei einer Laufzeit von 14 Monaten vorgelegt. Von den rund 16.000 Flugbegleitern der Lufthansa sind rund 70 Prozent bei UFO organisiert, die einen niedrigeren Abschluss der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als nicht bindend betrachtet. (APA/dpa)

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