Spanien und Russland scheitern überraschend

22. Jänner 2009, 22:47
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Südkorea und Mazedonien schafften gegen die Favoriten den Aufstieg in die Hauptrunde - Die deutsche Brust schwillt weiter an

Zagreb - Die zwölf Hauptrunden-Teilnehmer der Handball-Weltmeisterschaft der Herren in Kroatien stehen fest. Am Donnerstag lösten in den letzten Vorrundenspielen auch Mazedonien, Südkorea, die Slowakei, Norwegen und Serbien ihre Tickets für die nächste Phase des Großereignisses. Bereits am Mittwoch war der Aufstieg für Titelverteidiger Deutschland, Polen, Kroatien, Dänemark, Schweden, Frankreich und Ungarn festgestanden. Der Olympiadritte Spanien ist hingegen ebenso aus dem Titelrennen wie Russland.

Als echte Überraschungsteams erwiesen sich Mazedonien und Südkorea. Die Asiaten, die schon im Eröffnungsspiel Gastgeber Kroatien lang zittern ließen, setzten sich am Donnerstag im direkten Aufstiegs-Duell gegen Spanien mit 24:23 durch. Die erstmals in einem großen Turnier von Valero Rivera Lopez betreuten Iberer bezogen die dritte Niederlage in Folge. Siege resultierten in Split nur gegen die inferioren Teams aus Kuwait und Kuba.

Mazedonien wiederum bezwang Russland mit 36:30 und verdrängte den Rekord-Olympiasieger aus den Top-Drei. Bei ihrer zuvor einzigen WM-Teilnahme hatten die Mazedonier vor zehn Jahren in Ägypten nur den 18. Platz belegt. Doch nach dem Olympia-Zweiten Island in der Qualifikation stolperten in der Vorrunde auch Polen und zum Abschluss eben Russland über das Team aus dem zwei Millionen Einwohner zählenden Staat.

Mit den besten Voraussetzungen in die Hauptrunde gehen Olympiasieger Frankreich, Gastgeber Kroatien, Titelverteidiger Deutschland und Europameister Dänemark. Diese Teams nehmen vier Punkte aus der Vorrunde mit und stehen der Halbfinal-Qualifikation am nächsten. Deutschland setzte sich am Donnerstag gegen Polen in einer Neuauflage des Finales von 2007 souverän mit 30:23 durch. In der ersten Halbzeit überstanden die Deutschen insgesamt acht Minuten Unterzahl beinahe unbeschädigt und zogen nach dem Seitenwechsel nicht zuletzt dank Treffern der Toptorschützen Michael Krause (7) und Holger Glandorf (6) entscheidend davon.

In Deutschland, wo vor Beginn der WM noch eine gewisse Skepsis geherrscht hatte, stellt sich nun auch echte Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung ein. "Für die Moral und das Selbstbewusstsein war das ungemein wichtig", meinte Kapitän Michael Kraus nach der starken Vorstellung, die die deutschen Fans frühzeitig mit stehend dargebrachten Ovationen feierten. Der Sieg sei Gold wert, so Kraus weiter: "Wir gehen mit breiter Brust in die nächsten Spiele." (APA/dpa/Si)

  • Südkoreanische Spieler feieren ihren Aufstieg nach dem Sieg über Spanien.

    Südkoreanische Spieler feieren ihren Aufstieg nach dem Sieg über Spanien.

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