USA werfen China vor, Wechselkurs zu manipulieren

23. Jänner 2009, 11:02
135 Postings

Obamas Finanzminister Geithner will "alle diplomatischen Mittel nutzen", um Peking zu Aufwertung des Yuan zu bewegen

Washington  - Der neue US-Präsident Barack Obama wirft China nach den Worten des designierten Finanzministers Timothy Geithner Währungsmanipulationen vor. Obama sei nach Beratungen mit zahlreichen Ökonomen davon überzeugt, dass China den Wechselkurs des Yuan zum Dollar manipuliere, erklärte Geithner in einer schriftlichen Anhörung vor dem Finanzausschuss im US-Senat, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die US-Regierung alle zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel zu nutzen, um China von seinen "währungspolitischen Praktiken" abzubringen. Geithner sprach sich erneut für einen "starken Dollar" aus, der "im nationalen Interesse Amerikas" sei.

Niedriger Wechselkurs begünstigt chinesische Exporte

Chinas Handelsbilanz mit den USA weist einen hohen Überschuss aus. Kritiker halten den fest an den Dollar gekoppelten Yuan für unterbewertet, was chinesischen Exporteuren Vorteile verschafft.

In seiner schriftlichen Anhörung vor dem Senat, die Teil seiner Ernennung zum Finanzminister ist, kündigte Geithner aber auch einen engen Dialog mit China etwa zu den Themen Schutz von geistigem Eigentum und Produktsicherheit an. Auch bei der Bewältigung der internationalen Finanzkrise sowie in der Energie- und Umweltpolitik solle es enge Abstimmungen geben.

Von chinesischer Seite war am Freitag lediglich zu vernehmen, dass die Botschaft angekommen sei. "Wir haben die Meldungen an die zuständigen Stellen weitergeleitet und warten auf eine Antwort" sagte ein Vertreter der Pekinger Zentralbank zur Nachrichtenagentur Reuters.  (red/APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Timothy Geithner vor seinem Hearing im US-Senat: im Gegensatz zur Bush-Regierung spricht  Obamas Finanzminister von Währungsmanipulation

Share if you care.