Waldsterben mit alarmierender Geschwindigkeit

22. Jänner 2009, 20:00
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Studie kommt zu dem Schluss: Sterberate der Bäume hat sich verdoppelt - Klimaerwärmung und Trockenstress als Ursachen

San Francisco - An der Westküste der USA sterben die Wälder mit alarmierender Geschwindigkeit. Die Sterberate von Bäumen hat sich in wenigen Jahrzehnten mehr als verdoppelt, Klimaerwärmung und Trockenstress sind die entscheidenden Faktoren für diese Entwicklung. Das sind die Ergebnisse einer in den 70er Jahren begonnenen umfangreichen US-Studie mit Forschern und Mitteln von Behörden und Universitäten.

Die Untersuchung an über 200 Jahre alten Baumbeständen erstreckte sich über die US-Westküste bis in die kanadische Provinz British Columbia hinein, umfasste aber auch weiter im Land liegende US-Bundesstaaten wie Colorado.

Die Forscher schlossen Umweltverschmutzung und andere Faktoren als Grund für die höhere Sterberate aus. "Die Durchschnittstemperatur im Westen ist um mehr als 1 Grad Fahrenheit (0,6 Grad Celsius) in den vergangenen Jahrzehnten angestiegen", sagte der Hauptautor Phillip van Mantgem vom U.S. Geological Survey. "Das hört sich nicht nach viel an, aber es reicht, um die Schneedecke zu verringern, frühere Schneeschmelze auszulösen und die Sommerdürre zu verlängern".

Nordwesten besonders betroffen

Dies wiederum seien Stressfaktoren für die Bäume. Wärmere Temperaturen könnten auch den Schädlings- und Krankheitsbefall fördern. Die Studie ist im US-Wissenschaftsjournal "Science" (Bd. 323, S. 521) vom Freitag veröffentlicht. Besonders stark betroffen ist der Nordwesten, wo sich die Sterberate in Nadelwäldern in 17 Jahren verdoppelt hat, verglichen mit einer Zeitspanne von 25 Jahren in Kalifornien. (APA/red)

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    Das Sterben der Wälder an der US-amerikanischen Westküste hat sich beschleunigt. Die Wissenschafter geben Klimaerwärmung und Trockenstress die Schuld.

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