Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht

23. Jänner 2009, 17:01
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Fahrtraining bringt vor allem im Winter etwas - nämlich Fahrsicherheit und Kundenbindung. Land Rover bietet individuelles Winter Training

"Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht", heißt es in einem Gedicht von Matthias Claudius. Wenn's also wirklich kalt wird trotz der gern herbeigeschriebenen Klimaerwärmung, schadet es nix, wenn man mit den Witterungsbedingungen halbwegs souverän umgehen kann, schon um sich, andere und sein Gefährt nicht zu gefährden. Fahrtechniktraining also. Ein solchiges ist ja generell und immerdar zu empfehlen, nicht nur für Motorradfahrer und nicht nur in der kalten Jahreszeit. In der allerdings ganz besonders.

Nun trifft es sich, und damit zur eigentlichen Geschichte, die hier zu berichten ansteht, dass Land Rover, die 60 Jahre junge englische Geländewagen-Kultmarke, auch in Österreich seit vier Jahren schon mit großem Erfolg so genannte "Experiences" abhält, was nichts anderes bedeutet als ein fundiertes On- und Offroad-Fahrtraining mit Profis (die meist vom Kooperationspartner ÖAMTC gestellt werden).

Das Ganze wird klug zur Kundenbindung genutzt, quasi zur Optimierung der Adhäsion zwischen Auto und Besitzer, Land-Rover-Austria-Chef Peter Modelhart bezeichnet deshalb dieses Angebot - acht Experience-Zentren unterhält man hier zu Lande, 100 Veranstaltungstage gibt's jährlich - als "unsere sechste Baureihe". Die wird nun um eine Modellvariante ausgebaut: Winter Training. Warum? Siehe oben. Und, wie es Land-Rover-Austria-Sprecher Dieter Platzer formuliert: "Es geht auch um Stammtischhoheit", die Leute sollen also was zu erzählen haben.

Vier Winter-"Adressen" stehen demnach zur Wahl, alle klingen sie recht verlockend, DER STANDARD hatte die Möglichkeit, die östlichste in Schnee und Eis anzutesten: Stuhleck am Semmering. Die drei anderen: Lackenhof/Ötscher, Faistenau bei Salzburg sowie Goldeck/Spittal an der Drau.

Damit sich niemand über mangelnde individuelle Betreuung beklagt, ist die Teilnehmerzahl auf jeweils maximal zehn Personen pro Termin beschränkt, Kostenpunkt 186 €. Zu lernen/perfektionieren gibt's vor allem das, was die Marke jeweils in den einzelnen Fahrzeugen technisch bietet: Vom antiken Defender bis hin zu den vier neuen Baureihen und den wintertechnisch optimalen Einsatz der vielen Fahrdynamiksysteme (DSC, HDC, Terraine Response etc.).

Was uns besonders imponierte? Keine Frage: Wie sich der Defender-Fahrtrainer die vereiste Eiger Nordwand runterließ, ohne umzukippen, ohne dass Stein & Bein vor Frost zerbrach. Gut, es war "nur" ein vereister Hang am Semmering-Testgelände, der aber so steil, dass man sich sommers zu Fuß gut überlegen würde, dort hinabzusteigen. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/23.01.2009)

  • Bei Land Rover kann man neuerdings lernen, wie man solchen Situationen fahrerisch souverän begegnet, ja daran sogar noch Spaß hat.
    foto: werk

    Bei Land Rover kann man neuerdings lernen, wie man solchen Situationen fahrerisch souverän begegnet, ja daran sogar noch Spaß hat.

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