Österreich holt bei Innovationskraft auf

22. Jänner 2009, 14:26
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Im EU-Ranking belegt Österreich Platz sechs, Spitzenreiter im globalen Vergleich ist die Schweiz

Brüssel - Österreich hat im weltweiten Vergleich der Innovationsleistung aufgeholt und liegt nunmehr in der EU auf Platz sechs. Dies geht aus dem von der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vorgelegten "Innovations-Anzeiger" 2008 hervor. Im EU-Vergleich befand sich Österreich ein Jahr zuvor noch auf Platz acht. Hinter der Führungsgruppe (Schweden, Finnland, Deutschland, Dänemark und Großbritannien) kommt Österreich nunmehr in dem EU-Ranking als erstes Land in der "Verfolger"-Gruppe vor Irland und Luxemburg. Spitzenreiter im globalen Vergleich ist die Schweiz.

Insgesamt habe sich der Innovationsrückstand der Europäischen Union gegenüber den USA und Japan verringert, heißt es in dem Bericht. Österreich sei hinter Irland das Land mit der schnellsten Leistungssteigerung in der "Verfolger"-Gruppe, sagte der für Industriepolitik zuständige EU-Kommissar Günter Verheugen bei der Präsentation des Berichts in Brüssel.

In den jährlich von der EU-Kommission erhobenen Innovationsindex fließen 29 Indikatoren ein, darunter die Verfügbarkeit von Menschen mit entsprechenden Fachkenntnissen, Angaben über Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben und Patentanmeldungen, Innovationen in Unternehmen und die Versorgung mit Risikokapital.

Unter dem EU-Durchschnitt bei der Innovationsleistung liegen Zypern, Island, Estland, Slowenien, Tschechien, Norwegen, Spanien, Portugal, Griechenland und Italien. Am unteren Ende des Rankings finden sich Malta, Ungarn, die Slowakei, Polen, Litauen, Kroatien, Rumänien, Lettland, Bulgarien und die Türkei.

Schwächen bei Unternehmens-Investitionen

Verbessert habe sich die EU insgesamt im internationalen Vergleich bei der Verfügbarkeit von Fachkräften, dem Zugang zu Breitbandnetzen und bei Risikokapital. Schwächen habe die EU weiter bei Investitionen von Unternehmen, wo die Union hinter die USA und Japan zurückfalle, sowie bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben und bei der Innovationstechnik. Zahlen zu den USA oder zu Japan bzw. ein direkter Vergleich im Ranking wurden von der EU-Kommission heuer nicht zur Verfügung gestellt.

Hauptantrieb für Innovation in Österreich sind nach Angaben der EU-Kommission die Humanressourcen, so sei die Zahl von Absolventen in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern gestiegen. Schwächen gebe es dagegen bei der Finanzierung.

Für den EU-Innovationsanzeiger hat die EU-Daten vor der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise analysiert. Dennoch seien Trends erkennbar, europäische Unternehmen seien durch die erzielten Fortschritte besser dafür gerüstet, die Krise durch Innovation zu bewältigen, erklärte die Kommission. (APA)

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