Abfindungsprozess für T-Online-Aktionäre geht im Februar weiter

22. Jänner 2009, 13:20
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Fast neun Jahre ist es her, dass die Telekom im Boom des Neuen Marktes ihre Internettochter an die Börse brachte

 Der Prozess um die Abfindung früherer T-Online-Aktionäre durch die Deutsche Telekom wird Mitte nächsten Monats fortgesetzt. Der gerichtlich bestellte Gutachter zum Verschmelzungsvertrag werde am 17. Februar vor dem Landgericht Frankfurt angehört, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. Im Prozess geht es um die Frage, ob die Telekom die T-Online-Aktionäre ausreichend entschädigt hat.

Fast neun Jahre ist es her, dass die Telekom im Boom des Neuen Marktes ihre Internettochter an die Börse brachte. Für 27 Euro wurden die Papiere von T-Online im April 2000 ausgegeben. Nur gut vier Jahre später kündigte die Telekom die Verschmelzung der Tochter auf den Konzern an, die dann 2006 erfolgte.

Die verbleibenden T-Online-Aktionäre waren mit Telekom-Aktien zwangsabgefunden worden. Viele von ihnen fühlen sich betrogen, weil sie das Umtauschverhältnis von 0,52 Telekom-Aktien je T-Online-Papier für zu niedrig erachten und verlangen von dem Bonner Telefonriesen eine Nachzahlung.

Für die Telekom ist ein höheres Umtauschverhältnis indiskutabel. Sollten die Kläger Recht bekommen, müsste die Telekom eine Zuzahlung in bar für insgesamt 120 Millionen T-Online-Aktien leisten. Der Konzern hatte auf eine schnelle Integration gedrängt, um mit Telefon und Internet aus einer Hand im Wettbewerb mitzuhalten. (Reuters)

 

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