Norwegen gewinnt nach fast 100 Jahren erneut Wettlauf zum Südpol

22. Jänner 2009, 13:35
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Wie schon 1911 beim Duell zwischen Amundsen und Scott wurde ein britisches Expeditionsteam geschlagen

Oslo - Beinahe hundert Jahre nach dem historischen Wettrennen von Roald Amundsen und Robert Scott haben die Briten bei einem Wettlauf zum Südpol erneut das Nachsehen gehabt. Die norwegischen Soldaten Rune Malterud und Stian Aker erreichten am Mittwochabend nach einer Strecke von 770 Kilometern den geografischen Südpol.

Mit einer Zeit von 17 Tagen und elf Stunden kamen sie in bequemem Abstand zu vier konkurrierenden Teams aus Großbritannien und einem aus Irland ans Ziel. "Es war schlimmer als die Hölle", meinte Aker nach der Expedition. Wie ihr berühmter Vorgänger hissten beide Abenteurer am Ziel die norwegische Flagge.

Vorbild Amundsen

Nach Angaben der Organisatoren des "Amundsen Omega 3 Südpol-Rennens" war es der erste Antarktis-Wettlauf seit dem historischen Duell im Jahr 1911. Roald Amundsen hatte am 15. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol erreicht. Die Expedition des Briten Scott kam zu spät. Der Wettlauf nahm ein tragisches Ende: Scott und seine durch Hunger und Krankheiten geschwächte Mannschaft erfroren auf dem Rückweg ins Basislager in einem Eissturm. (APA/red)

 

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    Wettlauf ins weiße Nichts: Ein norwegisches Team konnte das Rennen zum Südpol für sich entscheiden.

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