Josef F. muss ab 16. März vor Gericht

22. Jänner 2009, 12:21
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Der Prozess wird großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden - mit Video

St. Pölten - Der Prozess gegen Josef F., der seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies in Amstetten eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll, wird am 16. März am Landesgericht St. Pölten beginnen. Diesen Termin hat das Gericht der APA bestätigt. Weitere Details zu der voraussichtlich fünftägigen, großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Verhandlung werden am Freitag bekannt gegeben.

Der unglaubliche Inzest-Fall um den damals 73-Jährigen war am 27. April 2008 bekannt geworden. Der Mann soll seine Tochter mehr als zwei Jahrzehnte gefangen gehalten haben. In diesem Zeitraum dürfte er mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt haben. Eines soll 1996 drei Tage nach der Geburt gestorben sein, der Kindsvater soll es in einem Heizofen verbrannt haben.

Die rechtskräftige Anklageschrift legt Josef F. Mord, Sklavenhandel, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwere Nötigung und Blutschande zur Last. Im Fall eines anklagekonformen Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft.

Die Opfer im Inzest-Fall könnten für die Dauer des Prozesses gegen den Tatverdächtigen wieder ins Krankenhaus Amstetten-Mauer zurückkehren. Es gebe ein entsprechendes Angebot der Landeskliniken-Holding, so Opferanwalt Christoph Herbst zur APA am Freitag. Laut "Kurier" soll für die 42-jährige Tochter von Josef F. und die sechs Kinder "kein Risiko" eingegangen werden, "ein dichtes Sicherheitsnetz" soll sie in der Zeit der Gerichtsverhandlung schützen. (APA)

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