Teure Prozedur wegen 363,36 Euro

22. Jänner 2009, 14:21
13 Postings

Tausende Studierende werden Studiengebühr-Zahlung anfechten - Studierendenanwaltschaft meldet Anklageflut

Rektor Christoph Badelt warnte schon letztes Jahr vor einem "Bürokratie-Exzess" und der aufwendigen Administration, die durch die neue Studiengebühren-Regelung verursacht würde. So könnte das Szenario laut Presse in der nächsten Zeit aussehen:

An der Wirtschaftsuniversität Wien rechnet man damit, dass ungefähr 80 bis 90 Prozente jener Studierenden, die zum Zahlen der Studiengebühr aufgefordert werden, um eine Rückerstattung ansuchen werden. Von insgesamt 24.000 könnte das circa 2600 Studierende betreffen.

Die WU wird daher vorraussichtlich 20 zusätzliche Mitarbeiter für diese Belange anstellen müssen. Inklusive Infrastruktur und Ausstattung geht die WU von einem zusätzlichen Mehraufwand von 130.000 bis 150.000 Euro aus.

Uni Wien: Drittel über Toleranzsemester-Grenze

Teurer wird es für die Universität Wien. Hier wird rund ein Drittel der Studierenden - also 28.000 Personen - zur Studiengebühren-Zahlung aufgefordert. Die Universität Wien rechnet damit, dass bis zu 20.000 die Zahlung anfechten werden. Das wird sich auch in zusätzlichen Kosten von 250.000 Euro ausdrücken.

Derzeit müssen diejenigen, die glauben, dass sie einen Grund haben, die Studiengebühren nicht im Voraus zahlen. Ende März endet allerdings die Frist, innerhalb derer feststellen soll, ob jemand zur Zahlung verpflichtet ist, oder nicht. Die Studierendenanwaltschaft meldet indessen eine regelrechte Anfrageflut. (red/derStandard.at, 22.1.2009)

Share if you care.