Wien - Johann Majdic sucht die Nähe der Elektrohandelsriesen. In ihrem Umfeld, am besten gleich vis-à-vis richtet er dann seine kleinen Abholmärkte ein und fährt Mitbewerbern mit Billigstpreisen um die Ohren. Denn bestellt wird bei ihm ausschließlich übers Internet, die Produkte ausstellen tue ohnehin sein Mitbewerb nebenan, sagt er.
Majdic sattelte vor sechs Jahren vom klassischen Elektrohandel auf das Online-Geschäft um, gründete die Marke "Electronic for you" und setzt damit mittlerweile gut 65 Millionen Euro um, erzählt er. Jetzt beteiligt sich der Kärntner bei einem der größten europäischen Internet-anbieter seiner Branche. "Meine Familie hat 25 Prozent der Aktien an Redcoon gekauft. Das Geschäft ist seit wenigen Tagen besiegelt."
Redcoon wird mit Elektronikartikeln in acht Ländern heuer nach eigener Angabe 500 Millionen Euro umsetzen. Allein im Dezember soll das deutsche Unternehmen 18.000 Fernseher, 12.000 Computer, 3000 Waschmaschinen über ihr Onlineportal vertrieben haben. Die Finanzierung seines Einstiegs sei für seine Familie kein Problem gewesen, meint der gelernte Bankkaufmann Majdic. "Wir schreiben seit 30 Jahren Gewinne." Der Onlineversand wachse jedes Jahr zweistellig. Und mit "Electronic for you" plane er in in jeder Landeshauptstadt in Österreich zumindest einen Abholshop.
Internethändler setzen Elektronikketten hart zu. Der Preisverfall der Branche ist massiv, 2008 rasselten sie um im Schnitt 27 Prozent nach unten. Allein Notebooks haben sich laut Webplattform Geizhals.at um 54 Prozent verbilligt.
Große Verkaufsflächen und viel Personal ließen sich mit den mageren Spannen immer schwieriger finanzieren, glaubt Alexander Peretti, der vor zwei Jahren die 0815 Online Handel Gmbh gegründet hat. Die aggressive Preispolitik der Internetversender mache dem Elektrohandel - vor allem Großflächenanbietern - Kunden abspenstig, bestätigt der Marktforscher Gfk Austria. In einzelnen Produktgruppen liege der Anteil der online verkauften Artikeln bei 20 Prozent.
Starke Währungseinbrüche im Osten und in Großbritannien kurbeln derzeit den Elektronikimport übers Internet zusätzlich an, seufzt ein Händler. Die Industrie lasse bei den Preisen "die Hose runter" , Spezialisten kauften Ware auf und reichten sie zu Dumpingpreisen an Webhändler weiter. Konsumentenschützer warnen freilich vor den schwarzen Schafen, die auf den Elektronikzug aufspringen, Garantie wie Gewährleistung blieben da auf der Strecke.
Österreichs Elektroabsatz läuft derzeit besser als erwartet. Lieferanten bangen aber um den Großkunden Cosmos, die Kette hat wie am Mittwoch berichtet die drohende Zahlungsunfähigkeit noch einmal abwenden können. Bricht Cosmos als Gegengewicht weg, dominiert Branchenriese Media-Saturn den österreichischen Markt vollends, so die Befürchtung vieler.
"Wir sind gut unterwegs", sagt Media-Saturn-Chef Frank Kretzschmar, nun zeige sich, wer sich vernünftig positioniert habe. Einer der nächsten Mediamärkte soll in Oberwart eröffnen, der Widersacher Cosmos ist schon dort. (Verena Kainrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.1.1.2009)
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als der stationäre. meiner erfahrung nach gibt es auch keine kompetente fachberatung, weder bei saturn, noch bei media markt. wollte gerade ein hdmi kabel für die xbox kaufen, keiner der vielen verkäufer kannte sich wirklich aus. ein "müsste passen" eines fachverkäufers kann ich mittlerweile nicht mehr hören. das kabel kostete übrigends bei saturn €24,90. ich hab gekauft, es hat nicht funktioniert, aber anstandslos geld zurückbekommen.
also ab ins internet forum, mit der wissenden community der xboxer kommuniziert, dann ein besseres kabel bei ebay um €6,90 + €2,90 versand gekauft. und....es funktioniert! so einfach geht das heute! wo ich wohl in zukunft elektronik einkaufe?
Habe gehört, das neue Google-Handy hat einen Scanner wie die Kassen. Man geht zum Preisschild des Produktes, scannt und das Handy sucht automatisch im Internet andere Anbieter mit günstigerem Preis. Das Navi im Handy führt dich dann noch in den anderen Shop bzw. man bestellt gleich online, wenn der Internetshop der Bestpreisbieter ist......
Gute Nacht lieber Handel. Ich sehe nur mehr Kunden die betatschen, scannen und aus dem Laden stolpern weil sie mehr aufs Handy schauen als wo sie lang gehen..... Die Händler verkommen nur zum Anschauen, Angreifen, Scannen der Produktnummer.
Die Läder werden künftig Eintrittsgelder kassieren müssen!
neulich wollte ich eine Haarschneidemaschine kaufen - wollte es aber nicht über das Internet machen. Denn, schließlich erwartete ich eine Beratung im Geschäft. Das gleiche Geschäft - ein Elektronikladen im 2. Bezirk gegenüber vom Schwedenplatz - bot eine Maschine um 59 € an, im Geschäft war sie um 89€ ausgepreist. Das ist schon happig.
Gut, Prinzip ist Prinzip, ich wollte ja auch beraten werden. Nur war diese Beratung ein Witz. Das einzige was ich hörte war, bitte passen sie auf, wenn sie den Karton aufmachen, damit er nicht kaputt wird.
Nein, nicht der Verkäufer (der auch der Chef war) hat den Karton aufgemacht, ich selbst musste es machen. Dann wollte ich dazu etwas wissen: Ich kenn mich nicht aus. Wortwörtlich!!
Was soll das dann??
anstatt das die hersteller es regeln und auf den fachhandel setzen geht man übers internet
onlineversand keine jobs daher kein verdienst der leute
wenn das jeder machen würde gebs nur mehr bank shops hersteller und alles ander könnte zusperren.
sperrt alles ander zu liegt die wirtschaft auf dem bauch damit der webhändler udn auch die banken.
geiz ist geil aber auch gefährlich udn hat den effekt das die fachberatung fehlt das gerät falsch montiert wird oder gleich durch den transport beschädigt ist.
garantie oder haftungen dafür verstehen viele nicht
aber hauptsache gespart und wieder sind einige arbeitslos. stelltman sich vor arbeitskräfte würden per geizhals angeboten ihr würdet euch alle bedanken
Wie kommt die Ware in das Lager des Online-Handlers?
Wie kommt sie von dort in den LKW?
Wie kommt der LKW zu Ihnen?
Wer gestaltet die Homepage?
Wer bringt sie zum laufen?
Wer bearbeitet die Bestellungen?
Wer bearbeitet die Rechnungen?
Wer stellt das Sortiment des Online-Shops zusammen?
Wer organisert das alles?
Sowas wie gute Beratung findet man in den grossen Ketten auch selten!
Brauche ich Beratung und will wg. erwarteten Fragen oder Naehe zum Haendler was kaufen, nehme ich den Mehrpreis in Kauf. Dann ist mir klar, dass der das Personal und die Lagerhaltung zahlen muss.
Aber wenn ich mir eine zB eine PS3 oder einen DVD Player bestelle, sehe ich nicht ein, wieso ich beim Fachhaendler den Mehrpreis zahlen soll!
Auch wenn's eine Unkultur ist... :-)
wenn du 500 euro mehr bezahlst für einen fernseher der vorherigen generation, oder 200 mehr für eine kamera, dann bist du entweder ziemlich gstopft oder dir ist geld wurscht.
da würd ichs sinnvoller finden, du spendest den differenzbetrag. die meisten jobs bei den elektroketten sind sowieso nur prekäre geschichten. die einzigen die gewinnen, sind die aktionäre.
Ist das möglicher Weise ein sprachliches Missverständnis? So was "prekär" bedeutet?
http://de.wikipedia.org/wiki/Prekarität
"Prekär" heißt für die nicht prekär im Sinne des Adjektives von Prekatität, sondern:
"Ma vadient vü weniga wia die obrigen"
Das ist in Standard-Gewistudentenposterdeutsch die Bedeutung von "prekär"
Die eigentliche Bedeutung des Begriffes in der Welt der nicht Geiwi-Standard-Poster-Studenten spielt dabei keine Rolle!
wenn aldi nur mehr ins internet geht und jeder andere auch dann fehlen ach dort ein paar 1000 arbeitsplätze
wer finanziert das , ich nehme an du nicht
auch er unfug zu glauben das es mehrere fahrer dann gibt die ausliefern ist im verhältniss 1:100 gesehen.
also wie finanziert sich der rest ?
da wird ständig via prospekte irgendwas tolles angekündigt, und wenn man es kaufen will, muss man sich zumeist von präpotenten verkäufern der marke "leider gibts keine plattenläden mehr wo ich mich wichtig machen kann" sagen lassen, dass das gerät "irgendwann nexte wochn kummt". sofern man überhaupt einen findet, und deren "beratung" beschränkt sich meist sowieso aufs ablesen des prospekts. da lasse ich es mir lieber gleich nach hause liefern, da hat man auch ein gesetzliches zwei-wochen-rückgaberecht.
Das Rückgaberecht bei Fernabsatzgeschäften beträgt lt. Gesetz 7 Tage. Onlinehändler die das europäische E-Commerce Gütesiegel ( www.gutezeichen.at ) tragen bieten auf freiwilliger Basis 14 Tage Rückgaberecht.
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