Wer regiert die Wolke?

21. Jänner 2009, 14:33
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Microsoft, Google, Apple, IBM und viele andere namhafte Hersteller buhlen um die Gunst der KundInnen, wenn es um das "Cloud Computing" geht

Der Begriff "Cloud Computing" prägte das vergangene Jahr in der IT-Branche. Auch wenn die Ansätze nicht wirklich neu sind, machen sich viele Unternehmen nun erstmals daran Geschäftsmodelle in der Wolke zu suchen. Im Wesentlichen geht es darum, dass Dienste und Anwendungen nicht mehr am eigenen Desktop laufen müssen, sondern auf Servern in riesigen Rechenzentren. Entsprechende breitbandige Anwendungen und fixe Flatrates ermöglichen die praktische Umsetzung.

Mein Stück der Wolke

Microsoft, Google, IBM und Apple sind nur eine kleine Auswahl von Unternehmen, die bereits heftig am Wolkenparadies planen. Allerdings kann nicht jeder Anbieter auch wirklich so aus dem Nichts (s)eine Wolke aufbauen. Erst einmal müssen riesige, hunderte Millionen Dollar teure Datenzentren errichtet werden, und dann muss man die KundInnen noch vom echten Nutzen überzeugen.

Internet wird zum Desktop

Das Internet als Plattform für Anwendungen und damit die Loslösung vom Desktop sorgen für einige Bewegung am Markt. Der Suchmaschinenhersteller Google bringt seinen Chrome-Browser gegen Microsofts Windows in Stellung. Aus Redmond wird mit Windows Azure geantwortet. Wesentliche Veränderungen wird es damit jedoch auch am Mobilfunkmarkt geben.

iPhone, Ovi und Co.

Nicht nur Microsoft und Google wollen mit dem Zugang zur Wolke Geld machen. Apple iPhone beziehungsweise der iTunes Store sind längst bekannte, auch mobil zu nutzende Anwendungen. Nokia hält mit seinem Dienst Ovi dagegen. Apple hat dazu MobileMe im Portfolio.

Neue Dienste

Der Datenabgleich zwischen Endgeräten über Plattformen auf denen Daten online gespeichert wurden, wird der nächste größere Schritt in dieser Entwicklung sein. So soll Microsoft im Februar beim Mobile World Congress in Barcelona mit Skybox, Skyline und Skymarket gleich drei neue Dienste in diesem Bereich ankündigen wollen.

Online-Shops boomen

Am Mobilfunkmarkt boomen derzeit die Online-Shops. Anwendungen über den AppStores für das iPhone, über Googles Online-Shop für dessen Android-Handy oder über Ovi - jeder will ein Stück vom Kuchen. Auch Microsoft will da mitnaschen. Skymarket soll Applikationen für unterschiedliche Handys enthalten. Nicht nur Windows Mobile Geräte sollen unterstützt werden, sondern auch andere Marken - ein wesentlicher Unterschied zu dem abgeschlossenen Apple Konzept.

Die eigenen Daten als Hemmschuh

Bis sich Cloud Computing seinen Weg in die Unternehmen gebahnt hat, wird es allerdings trotzdem noch dauern. Vor allem datenschutzrechtliche Bedenken und die, für viele Unternehmen nicht vorstellbare Idee, seine Daten an eine "Wolke" auszulagern, erweisen sich hier als Hemmschuhe.(red)

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    Das (Unternehmens-)Leben soll in die Wolke wandern. Dem Schalgwort des letzten Jahres folgen nun erste Taten.

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