Steirerin erhielt Briefbombenattrappe

21. Jänner 2009, 11:10
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Werbe-Brief wurde in Wien aufgegeben - Absender und mögliches Motiv sind noch unklar

Graz - Eine Oststeirerin aus Gniebing-Weißenbach im Bezirk Feldbach hat am Dienstag per Post eine Briefbombenattrappe erhalten. DerBrief wurde in Wien aufgegeben. Obwohl alle Komponenten einer Briefbombe vorhanden waren, sei die Vorrichtung nicht zündfähig gewesen. Es bestand demnach keine Verletzungsgefahr.  Es gibt noch keinen konkreten Hinweis auf den Absender und auf ein mögliches Motiv. Der Brief wird als "Drohmittel" eingestuft.

Die Frau nahm den an vermeintlichen Werbebrief, der an sie adressierten war gegen 14.00 Uhr aus ihrem Briefkasten.

Auf dem Kuvert war ein 1.000-Schilling-Schein abgedruckt. Die Frau öffnete den Brief und entdeckte den scheinbaren Sprengstoffsatz: Sie verständigte sofort die Polizeiinspektion Feldbach. Ein sprengstoffkundiger Polizist und ein Beamter des Entminungsdienstes stellten nach einer Untersuchung fest, dass es sich um eine Attrappe handelt.

Nach Auskunft des steirischen Landeskriminalamts ähnelt die Postsendung den Sprengsätzen der sogenannten "Serie 4" von "Briefbomber" Franz Fuchs: Die Elemente - zwei Knopfzellen, eine Elektronikplatine, ein photoelektronischer Bauteil (Led), ein Röhrchen mit einer brennbaren Substanz und die Verkabelung - befanden sich in einer Alu-Ummantelung. Die "Bombe" war zwar nicht funktionstüchtig, übe aber "auf Laien eine bedrohliche Wirkung" aus, so ein Ermittler.

Ein politisches Motiv kann so gut wie ausgeschlossen werden. Die Frau ist österreichische Staatsbürgerin und engagiert sich in keiner politischen Partei oder Organisation. Es gebe derzeit keinen konkreten Verdacht, so das Landeskriminalamt. (APA)

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