Riesiger Diebstahl von Kreditkarten-Daten in den USA

21. Jänner 2009, 11:08
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Unbemerkt konnten HackerInnen über Monate hinweg mehrere hundert Millionen Transkationen mitschneiden

In den USA könnte der möglicherweise größte Diebstahl von Kreditkarten-Daten in der Geschichte aufgeflogen sein. Da das wahre Ausmaß noch nicht bekannt ist, gibt es derzeit allerdings nur Spekulationen über die mögliche Schadenshöhe und die Auswirkungen.

100 Millionen Zahlungen pro Monat

Laut Berichten von Wired und der Washington Post gelang es HackerInnen mit einer Spionagesoftware in das System von Heartland Payment Systems, einem der größten Kreditkarten-Transaktionsdienstleister der USA einzudringen und Millionen Datensätze abzufangen. Heartland soll rund 100 Millionen Kreditkartenzahlungen pro Monat abwickeln. Da der Datendiebstahl schon seit geraumer Zeit läuft, könnte es enorme Schäden geben, so die US-Medien.

Niemand hat es gemerkt

Laut letzen Meldungen soll die Attacke bei Heartland nicht aufgefallen sein. Erst als Visa und MasterCard verdächtige Transaktionen meldeten und das Unternehmen davon in Kenntnis setzen, gab es eine interne Untersuchung. Diese gestaltete sich zudem sehr schwierig, da es sich bei der Software um eine bislang unbekannte Art von Malware, also Schadsoftware, handeln soll, die ihren "KollegInnen" um Lichtjahre voraus sein soll.

Warnungen und genauere Untersuchungen

Mittlerweile hat sich der Secret Service, der in den USA auch für die Bekämpfung von Finanzkriminalität zuständig ist, Ermittlungen aufgenommen. Es werde zu sehr genauen Untersuchungen kommen, so die Behörden. Heartland will seine KundInnen nun warnen, damit diese ihre Abrechnungen genauer kontrollieren.(red)

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    In den USA könnte der größte Diebstahl von Kreditkartendaten aufgeflogen sein. Der Secret Service ermittelt bereits.

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