Welt hofft auf einen Neuanfang

20. Jänner 2009, 19:24
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Politiker hoffen weltweit auf Neuanfang in den USA

  • Russland Die russische Regierung rief den neuen US-Präsidenten Barack Obama zu einem Politikwechsel auf. Die USA sollten ihre "anti-russischen" Pläne aufgeben, den ehemaligen Sowjetrepubliken eine rasche Aufnahme in das Bündnis zu ermöglichen, sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow.
  • Iran Die iranische Führung hofft auf einen Neuanfang in den Beziehungen zu den USA unter Barack Obama. Der Iran setze darauf, dass Obama den "richtigen Weg" im Verhältnis beider Staaten zueinander einschlagen werde, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur ISNA. Die USA hätten sein Land bisher immer als "Unruheherd" dargestellt, klagte Außenminister Manouchehr Mottaki.
  • Deutschland Regierung und Opposition in Berlin setzen nach dem Führungswechsel in Washington auf ein rasches Ende der amerikanischen Alleingänge. Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet nach der Amtsübernahme von Obama eine neue Ära in der internationalen Zusammenarbeit. Sie hoffe, dass sie durch gegenseitiges Zuhören geprägt werde, sagte die Kanzlerin.
  • Frankreich Der französische Staatschef Nicolas Sarkozy hat dem neuen US-Präsidenten Barack Obama zur Amtseinführung seine volle Unterstützung zugesagt. "Frankreich ist entschlossen, Hand in Hand mit seinem Freund und Alliierten Amerika zusammenzuarbeiten", schrieb der Präsident in seinem Glückwunschschreiben. Gemeinsam könne man die immensen Herausforderungen annehmen, mit denen die Welt heute konfrontiert sei.
  • Österreich "Noch nie waren die Erwartungen an einen amerikanischen Präsidenten so hoch", stellte Bundeskanzler Werner Faymann fest. Er hoffe auf einen raschen Wirtschaftsaufschwung in den USA, der auch für Österreich sehr wichtig sei. Faymann setzt zudem auf Hillary Clinton, "die als Ziel ihrer Außenpolitik ,weniger Feinde und mehr Partner' sieht".

  • Tschechien als EU-Vorsitzland Der tschechische EU-Ratsvorsitz hat Barack Obama als neuen US-Präsidenten "herzlich begrüßt". In einer Erklärung, die am Dienstagabend in Prag veröffentlicht wurde, heißt es weiters, Europa verfolge das Ereignis des Amtswechsels mit dem gleichen Interesse wie die USA, weil die Angelobung des neuen US-Präsidenten "neue Gelegenheiten für die Verbreitung und Durchsetzung unserer gemeinsamen Werte und Interessen" schaffe.
  • Großbritannien Der britische Premierminister Gordon Brown hat den neuen Präsidenten der USA, Barack Obama, gratuliert. "Die ganze Welt schaut der Amtseinführung von Präsident Obama zu und ist Zeuge eines neuen Kapitels in der amerikanischen Geschichte und der Geschichte der Welt", sagte Brown am Dienstagabend in London. Obama sei ein Mann mit "großen Visionen und moralischen Zielsetzungen", der die Finanzkrise und andere Probleme angehen werde. "Er ist nicht nur der erste schwarze Präsident, sondern macht sich auch mit Entschlossenheit daran, die Probleme der Welt zu lösen." (red)
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