Die Vorzeichen ändern sich

Redaktion
22. Jänner 2009, 13:29
  • Die Gewinner im Quartalsvergleich (3. /4. Quartal 2008) In einem Quartal, in dem die Gesamtnachfrage nach IT-Fachpersonal um fünf Prozent geschrumpft ist, hat gewonnen, wer nicht verloren hat. Die größten Gewinner-Segmente: Vertriebler, Projektmanager und IT-Leiter.
    vergrößern 633x267
    grafik: robert fitzthum management consulting

    Die Gewinner im Quartalsvergleich (3. /4. Quartal 2008)
    In einem Quartal, in dem die Gesamtnachfrage nach IT-Fachpersonal um fünf Prozent geschrumpft ist, hat gewonnen, wer nicht verloren hat. Die größten Gewinner-Segmente: Vertriebler, Projektmanager und IT-Leiter.

  • Die Gewinner im Jahresverlauf (2008 im Vergleich mit 2007) Das zahlenmäßig führende Segment der Programmierer hat 2008 in der Nachfrage weiter zugelegt. Noch stärker an Boden gewonnen allerdings haben unter den "Groß-Segmenten" am Gesamtmarkt Projektmanager und Spezialisten für Support.
 
    vergrößern 620x267
    grafik: robert fitzthum management consulting

    Die Gewinner im Jahresverlauf (2008 im Vergleich mit 2007)
    Das zahlenmäßig führende Segment der Programmierer hat 2008 in der Nachfrage weiter zugelegt. Noch stärker an Boden gewonnen allerdings haben unter den "Groß-Segmenten" am Gesamtmarkt Projektmanager und Spezialisten für Support.

     

  • Die Verlierer im Jahresverlauf (2008 im Vergleich mit 2007)Nicht wirklich eine positive Story war 2008 für Vertriebler und SAP-Spezialisten, die mit einem Plus von drei Prozent bzw. elf Prozent angesichts eines Marktwachstums von 33 Prozent Marktanteile verloren haben.
    vergrößern 643x254
    grafik: robert fitzthum management consulting

    Die Verlierer im Jahresverlauf (2008 im Vergleich mit 2007)
    Nicht wirklich eine positive Story war 2008 für Vertriebler und SAP-Spezialisten, die mit einem Plus von drei Prozent bzw. elf Prozent angesichts eines Marktwachstums von 33 Prozent Marktanteile verloren haben.

Plus 33 Prozent im Jahresverlauf, aber minus fünf Prozent im letzten Quartal - Auswirkungen der Krise noch gedämpft - Unsicherheiten prägen aber die nächste Zukunft

Wien - 19.488 Job-Angebote im Jahr 2008: fast drei Mal so viel wie am Ausgang der "dot.com-Krise" 2003 und ein ganzes Drittel mehr im Vorjahresvergleich mit 2007. Dennoch: Das vierte Quartal 2008, das mit dem Einsetzen der globalen Wirtschaftskrise zusammenfiel, hat die Vorzeichen auch am Markt für IT-Jobs geändert. Die Entwicklung des Jobangebotes drehte gegenüber dem 3. Quartal, das noch ein Wachstum von 21 Prozent ausgewiesen hatte, ins Minus (- fünf Prozent).

"Auswirkungen der Krise bei IT verhaltener"

Personalberater Robert Fitzthum, der Herausgeber des it-Indikators*: "Die Laufzeiten der Projekte reichen teilweise bis in das Jahr 2009. Vorläufig sind die Auswirkungen der Krise im IT-Segment damit noch verhaltener als insgesamt am Jobmarkt und recht unterschiedlich nach Branchen. Im Moment ist die Dynamik wenig überschaubar. Das laufende Quartal wird zeigen, wohin die Reise geht."

Unterschiedliche Entwicklung nach Branchen

Im Vergleich vom 3. zum 4. Quartal 2008 fällt auf, dass Vertriebler ihre "Durststrecke" überwunden und wieder in die Offensive gelangt sind: 679 Angebote, plus fünf Prozent. Zu den Gewinnern zählen weiters Projektmanager (569; plus drei Prozent), IT-Leiter (202; plus elf Prozent), und - herausragend - das kleine Segment der IT-Organisatoren (85; plus 67 Prozent). Zurückgegangen ist im Quartalsvergleich die Nachfrage nach Programmierern (1.213; minus elf Prozent), nach Support-Spezialisten (610; minus acht Prozent), nach Systembetreuern (476; minus elf Prozent), nach Spezialisten für SAP (394; minus zehn Prozent) und für Netzwerke (260; minus zwölf Prozent).

Im Gesamt-Jahresvergleich 2007/2008 bleibt ungeachtet des Einbruchs im letzten Jahresviertel das große Segment der Programmierer auf der Gewinnerseite ( plus 27 Prozent), neben Support-Spezialisten ( plus 47 Prozent), Projektmanager (plus 38 Prozent), Systembetreuer ( plus 56 Prozent), IT-Leiter (plus 186 Prozent) und IT-Organisatoren (plus 90 Prozent). Relativ verloren zum Wachstum des Gesamtmarktes im Jahresverlauf ( plus 33 Prozent) haben Vertriebler (plus drei Prozent) und SAP-Spezialisten (plus elf Prozent). (red, derStandard.at)

*Der it-indikator beobachtet im Quartalsabstand das Jobangebot für IT-Fachkräfte in den führenden Print- und Online-Stellenmärkten: Kurier, Der Standard, Presse; jobnews.at/jobfinder.at, derStandard.at, jobpilot.at

Infos:
Robert Fitzthum Management Consulting

Service - derStandard.at/Karriere
Aktuelle IT-Jobs

Share if you care
20 Postings
Frechheit? Selber Schuld

Mir hat einmal einer dieser Grossverdiener gesagt "Diese TU Deppen, desto besser einer in Informatik und Mathe ist, desto leichter kann man ihn runterhandeln weil denen das Gehalt nicht so wichtig ist - Hauptsache man läßt sie mit Birkenstock ins Büro kommen"

Die Gehälter in der IT sind ein Frechheit!!!

Solange sich das obere Grossverdiener-Pack erlaubt Spezialisten mit einem Witzgehalt abzuspeissen könnt ihr weiterschreien (alles unter 2500 ist ein Verbrechen). Lieber arbeitslos als billig ausgenutz, und wenn, auch mit Gewalt.


der Verlierer

ist der Mitarbeiter!

Wer oder was ist ein VertrieblerInnen !?

"Hello, IT...

...have you tried turning it off and on again?"

... OK, well, the button on the side. Is it glowing? ... Yeah, you need to turn it on. Err, the button turns it on. Yeah, you do know how a button works, don't you? No, not on clothes.

Wenn österreichische Medien...

...aus Grafikern und Producern IT’ler machen, um zu sparen, wundert mi gar nix mehr...

Der Begriff IT-Fachmann hat ein breites Spektrum

Sobald jemand einen Rechner einschalten kann bezeichnet er sich sofort als IT-Profi. Nur allzu gerne werden dann alle IT "Fachleute" in den diversen Statistiken in einen Topf geworfen (siehe obere Grafik "Programmierer")

Top Leute, die gedanklich flexibel sind und mehr als eine Sparte beherrschen, werden immer sehr gefragt sein. Die IT-Hilfsarbeiter werden es im Gegensatz dazu schwer haben.



Ich kenne wenig Top Leute die mehr als eine Sparte beherrschen. Wenn man z.B. ein guter Anwendungsentwickler sein will ist es imho unmöglich sich auch noch mit anderen Sparten ernsthaft auseinanderzusetzen (es ist nicht mal möglich sich mit allen Sparten der Anwendungsentwicklung auseinanderzusetzen selbst da muss man sich spezialisieren: Mobil, Web, RCP, Server, ... welche Sprache, ...). Gerade die Leute die mehrere Sparten "beherrschen" sind oftmals die, die vorgeben alles zu können und dann von nichts eine Ahnung haben.

Das hängt jetzt von der Definition des Worts "Sparte" ab.

Ich hätte besser "Bereich" schreiben müssen. Da haben Sie recht!



noch schlimmer sind firmen, die einem einzelnen mitarbeiter solche agenden aufhalsen...

....bist dann spezialist für alles und auf dem besten weg ins burnout....

Danke für den Link auf die Fitzthum Management Consulting!

Immerhin findet man dort 9 (neun) Stellenangebote für den IT-Bereich, davon eines vom 17.10.2008

Vielleicht liegt das daran, dass die eben Management Consulting

betreiben und nicht mit irgendwelchen IT-Jobs keilern. Schon klar, sinnerfassendes Lesen ist eine Kunst die nicht jeder beherrscht...

Die Bude hat zwar "Management Consulting" in ihrem Namen, ist aber ein klassischer Personalberater (mit dem Schwerpunkt auf IT-Jobs), dessen Hauptgeschäft in der Jobvermittlung besteht.


Dann üben Sie das Lesen gleich und gehen auf diese Homepage.

Dann sehen Sie auch, daß die natürlich mit "IT Jobs keilen".
Und Sie können dort auch gleich Ihre Bewerbungsunterlagen unaufgefordert einreichen.
Obwohl sich die Leute Ihrer Meinung nach gar nicht dafür interessieren....

Größter Fachkräftemangel aller Zeiten !

Wahnsinn ! 9 freie Stellen.

Das ist ja Arbeitskräftemangel pur.
Händeringender geht´s nicht mehr.

Für die 9 Pimperlstellen gab es nur 900 Bewerber, aber niemand erfüllte das Anforderungsprofil zu 110%. Es gab zwar 700 Bewerber, die fachlich in Frage gekommen wären, aber die waren schon älter als 25 Jahre und hatten Gehaltswünsche von mehr als 1.200 Euro brutto pro Monat. Verrückt.

Die Wirtschaft ruft nach mindestens 40.000 indischen IT-Fachkräften pro Jahr. Für die 9 Stellen.

doch nur ein beweis, wie händeringend nach fachkräften gesucht wird....

Das Händeringen..

passiert doch eh nur angesichts des Stapels von 100 Bewerbungen für jede Stelle ;-)

*ggggg*

in meiner nische kann ich im moment nicht wirklich klagen.....

Ich weiß nicht ...

... Wikinger scheint nicht wirklich ein aufstrebendes Berufsfeld zu sein ;).

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.