Schon vor Notwasserung technische Probleme

20. Jänner 2009, 19:06
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Airways-Airbus flog bereits zwei Tage vor Hudson-Unglück mit defektem Kompressor

New York - Nach der spektakulären Notwasserung auf dem Hudson River vergangenen Donnerstag ergab eine Untersuchung, dass der betreffende Airbus schon vor dem Unglück massive technische Probleme hatte.

"Es war ein Höllenlärm", sagte Passagier Steve Jeffrey aus Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina auf CNN. Der Mann war wenige Tage vor dem Unfall mit demselben Flugzeug von New York in seine Heimatstadt unterwegs. Es habe geklungen, als ob die Tragfläche abbreche.

"Das waren keine Turbulenzen. Es hörte sich an, als würde der Motor gegen das Flugzeug geschleudert." Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB erklärte, dass zwei Tage vor dem Unglück ein Kompressor, der Luft in das Triebwerk saugt, ausgefallen sei. Es gebe einen entsprechenden Eintrag im Wartungsheft der Maschine. Nun werde der Pilot, der den Airbus zwei Tage vor dem Unglück geflogen hatte, befragt.

Am Tag der Notwasserung gab es laut Sicherheitsbehörde zwischen dem Start vom New Yorker Flughafen LaGuardia und dem Notruf von Pilot Chesley Sullenberger keine Fehlfunktionen. Die Ermittlungen werden sich nach Einschätzung von NTSB-Mitarbeiter Robert Benzon etwa ein Jahr hinziehen. Das Unglück werde aber noch jahrzehntelang studiert werden und so möglicherweise zu verbesserten Sicherheitsvorkehrungen führen. "Es besteht die Möglichkeit, dass viel Gutes daraus entsteht."

Die Ermittlungen deuteten bisher darauf hin, dass ein Zusammenstoß mit Vögeln die Ursache für die Notwasserung war, die alle 155 Menschen an Bord überlebten. Die Fluggesellschaft US Airways schickte den Passagieren Schecks über je 5000 Dollar (rund 3800 Euro), um sie für verlorenes Gepäck zu entschädigen. (AP, red, DER STANDARD - Printausgabe, 21. Jänner 2009)

Schon vor der dramatischen Notwasserung auf dem Hudson Donnerstag hat es Probleme mit den Triebwerken der Unglücksmaschine gegeben. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB erklärte am Montag, zwei Tage vor dem Unglück sei ein Kompressor ausgefallen, der Luft in das Triebwerk saugt. Es gebe einen entsprechenden Eintrag im Wartungsheft der Maschine. Der Pilot, der den Airbus am 13. Jänner geflogen hatte, werde befragt.

Fehlfunktionen zwischen dem Start vom New Yorker Flughafen LaGuardia am 15. Jänner und dem Notruf von Pilot Chesley Sullenberger gab es nach Angaben der NTSB nicht. Die Ermittlungen werden sich nach Einschätzung von NTSB-Mitarbeiter Robert Benzon etwa ein Jahr hinziehen. Das Unglück werde aber noch jahrzehntelang studiert werden und so möglicherweise zu verbesserten Sicherheitsvorkehrungen führen. "Es besteht die Möglichkeit, dass viel Gutes daraus entsteht", sagte Benzon.

Die Ermittlungen deuten bisher darauf hin, dass ein Zusammenstoß mit Vögeln die Ursache für die Notwasserung vom Donnerstag war, die alle 155 Menschen an Bord überlebten. Der Pilot hatte sich nach dem Triebwerksausfall im Bruchteil einer Sekunde zur Notwasserung auf dem Hudson entschlossen. Die Fluggesellschaft US Airways schickte den Passagieren Schecks über je 5.000 Dollar (rund 3.800 Euro), um sie für verlorenes Gepäck zu entschädigen. (APA/AP)

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