KV-Löhne steigen um 3,39 Prozent

20. Jänner 2009, 13:46
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Mindestlohn während Behaltepflichtzeit steigt auf 1.000 Euro

Wien - Die Dienstleistungsgewerkschaft vida und die Friseur-Innung haben sich nach drei Verhandlungsrunden gestern, Montag, auf einen Lohnabschluss für die rund 20.000 Beschäftigten in den Friseurbetrieben geeinigt. Die Kollektivvertragslöhne steigen demnach mit 1. Februar 2009 um 3,39 Prozent. Der sogenannte "Behaltepflichtlohn" steigt nach dem Ende der Lehrzeit von bisher 750 auf 1.000 Euro. Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit.

"Damit ist es gelungen, in einer weiteren Branche die Sozialpartnervereinbarung umzusetzen, wonach bei Vollzeit mindestens 1.000 Euro brutto zu zahlen ist", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Willibald Steinkellner, zum Lohnabschluss. Im Vorjahr sei es gelungen, auch für Hilfsarbeiter in Friseurbetrieben einen Mindestlohn von 1.000 Euro durchzusetzen.

Ziel bleibe es, dass auch in der Friseurbranche der Behaltepflichtlohn abgeschafft und ab dem ersten Tag nach Abschluss der Lehre der höhere Facharbeiterlohn bezahlt werde, erklärte dazu zuständige vida-Bundesfachgruppensekretärin Barbara Fahrner.

Das Berufsausbildungsgesetz regelt, dass ausgelernte Lehrlinge, die mehr als die Hälfte der Lehrzeit im Betrieb zurückgelegt haben, nach Beendigung des Lehrverhältnisses im erlernten Beruf mindestens drei Monate weiterverwendet werden müssen. Diese Weiterverwendungszeit wird auch Behaltepflichtszeit genannt. (APA)

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