Vergünstigungen für MitarbeiterInnen gehen ins Geld

20. Jänner 2009, 13:44
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Microsoft hat nachgerechnet, was kostenlose Getränke, Shuttledienste und Co. kosten

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat bislang zwar noch keine personellen Konsequenzen aufgrund der schlechten Wirtschaftslage angekündigt, doch hat man sich in Redmond schon einmal nach anderen Einsparungspotenzialen umgesehen. So etwa die MitarbeiterInnenvergünstigungen. Der Seattle Post Intelligencer hat nun eine Liste mit den Kosten für freie Getränke, Shuttleservice und Co. veröffentlicht.

Vergünstigungen

Die MitarbeiterInnenvergünstigungen - so genannte "Perks", die vor allem bei Google und Microsoft immer wieder als wesentliche Kriterien genannt werden, können ordentlich ins Geld gehen.  Laut Seattle Post Intelligencer plane Microsoft noch keine Kürzungen in diesem Bereich, laut Schätzungen würde sich aber ein Einsparungspotenzial im Jahr 2010 von rund 88 Millionen Dollar ergeben. Für Catering gibt der Softwarekonzern 12 Millionen Dollar aus, leider ist der Meldung nicht zu entnehmen, ob es sich dabei ausschließlich um die Kosten am Campus in Redmond handelt oder auch darüber hinaus. iCup, eine Kooperation mit Starbucks würde 1 Million Dollar kosten, vergünstigte Menüs schlagen mit 8 Millionen Dollar zu Buche und kostenlose alkoholfreie Getränke nicht weniger als 20 Millionen Dollar.

Shuttledienste und Handtücher

Unter dem Namen "Connector" bietet Microsoft seinen MitarbeiterInnen ein kostenloses Shuttlebus-Service am Campus in Redmond an, die Kosten dafür 13 Millionen Dollar. Zudem stehen zahlreiche Elektroautos samt FahrrInnen parat. Im Rahmen des "myMicrosoft"-Programms, dass die MitarbeiterInnen zu mehr sportlicher Betätigung animieren soll, wurde auch ein Handtuchservice eingerichtet, der einiges kosten dürfte.

Keine Expansion

Am kommenden Donnerstag wird Microsoft seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegen. Zahlreiche AnalystInnen rechnen dabei auch mit Ankündigungen zu möglichen Einsparungen. Interne Dokumente sollen etwa belegen, dass man dem Redmonder Softwarekonzern in den nächsten zweieinhalb Jahren nicht von einem MitarbeiterInnenwachstum beziehungsweise von weniger als drei Prozent Zuwachs ausgeht. Diese Überlegungen beinhalten auch, dass Microsoft seine Expansionspläne für einige Jahre auf Eis legen wird. So sollen etwa einige Mietverträge nicht verlängert werden.(red)

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