Entführter griechischer Reeder freigelassen

20. Jänner 2009, 09:13
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Berichte über hohe Lösegeldzahlung - 74-Jähriger ist nach ersten Angaben unversehrt

Der vor mehr als einer Woche entführte griechische Reeder Perikles (Periklis) Panagopoulos ist von seinen Kidnappern freigelassen worden. Der 74-Jährige sei am frühen Dienstagmorgen im Industriegebiet Aspropyrgos rund 15 Kilometer südwestlich von Athen gefunden worden, erklärte die Polizei.

Der Reeder wurde den ersten Angaben zufolge von seinen Entführern nicht misshandelt. Nach der einwöchigen Geiselnahme werde er aber sicherheitshalber zu einer Untersuchung in ein Privatkrankenhaus in Athen gebracht, hieß es. Panagopoulos' Frau hatte am Samstag im Fernsehen gesagt, ihr Mann benötige täglich Insulin.

Medien zufolge soll die Familie des Reeders Montag früh Lösegeld bezahlt haben. In Berichten war von einer Größenordnung zwischen 15 und 20 Millionen Euro die Rede.

Am 12. Jänner verschleppt

Panagopoulos und sein Fahrer waren am 12. Jänner auf dem Weg ins Büro verschleppt worden. Der Fahrer wurde später in der Nähe des Athener Flughafens freigelassen. Er alarmierte die Polizei.

Panagopoulos gilt als einer der erfolgreichsten griechischen Reeder. Die von ihm gegründete Küstenschifffahrtsreederei Superfast Ferries verkaufte er vor wenigen Monaten für eine Summe von etwa 250 Millionen Euro.

Der 74-Jährige ist bereits der dritte bekannte Grieche, der seit Juni 2008 Opfer von Entführern wurde. Damals war der Chef einer Aluminiumfirma verschleppt und später gegen Zahlung eines Lösegelds freigelassen worden. Im Dezember wurde ein prominenter Athener Arzt entführt. (APA/AP/dpa/Reuters/AFP)

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